Nummernschild ab und los geht's - mit 300 Sachen

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Heilbronn - Er montierte sein Nummernschild ab und raste mit 300 Stundenkilometern auf seinem Motorrad durch die Gegend. Eine Kamera an seiner Maschine filmte die Fahrt. Nun steht er vor Gericht.

Er raste mit bis zu 300 Stundenkilometern über Landstraßen und durchquerte Ortschaften mit Tempo 140 - dafür hat ein Motorradfahrer eine Bewährungsstrafe von vier Monaten erhalten. Das Amtsgericht Heilbronn verurteilte den 30-Jährigen am Montag wegen vorsätzlicher Gefährdung des Straßenverkehrs und Missbrauchs von Kennzeichen auch zu einem zweijährigen Führerscheinentzug und einer Geldstrafe von 2500 Euro.

“Diese Fahrt wurde unternommen für den Geschwindigkeits-Kick“, begründete die Richterin das Urteil. Seine Fahrt mit bis zu 300 Stundenkilometern hatte der Mann mit einer am Motorrad installierten Kamera aufgezeichnet. Nach einem riskanten Überholmanöver endete die Raserei in einem Gebüsch. Beim Sturz zog sich der Vater einer kleinen Tochter eine Gehirnerschütterung, Verletzungen an mehreren Brustwirbeln und am Knöchel sowie einen Leberriss zu.

Der Angeklagte schwieg zu den Vorwürfen - aufgrund der Kopfverletzungen könne er sich nicht an die Geschehnisse erinnern, erklärte sein Verteidiger. In seinem Schlusswort zeigte der 30- Jährige jedoch Reue: “Es tut mir unheimlich leid.“

dpa

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