Bei Kreuzfahrt in Norwegen

Drama auf Arktis-Reise: Eisbär tot, Crew-Mitglied schwer verletzt

Polarbärenangriff auf Spitzbergen
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Der angreifende Eisbär wurde von anderen Crew-Mitgliedern erschossen.

Oslo - Es sollte eine traumhafte Kreuzfahrt zu seltenen und bedrohten Tieren im Nord-Polarmeer werden. Doch ein geplanter Landgang auf Spitzbergen endete mit einem Drama:

Ein Eisbär wurde erschossen, außerdem liegt ein deutsches Crew-Mitglied des Schiffes "MS Bremen", das zu Hapag Lloyd Cruises gehört, nun mit schweren Kopfverletzungen im Krankenhaus. Das Tier hatte den Mann angegriffen, als der "Eisbär-Wächter" einen Landgang für die rund 140 Touristen des Schiffes vorbereiten wollte. Das berichtet die Bild-Zeitung.


Damit das betuchte Klientel - die Reise kostete mindestens 6.000 Euro pro Person - möglichst nah an die seltenen Bären herankommt, sollte dieses eigentlich mit eigens mitgeführten Schlauchbooten an Land gebracht werden. Zur Vorbereitung gingen zunächst vier bewaffnete Wächter an Land, um das Terrain zu erkunden. Einen Eisbären, der sich laut Bild hinter einem Felsen versteckt hatte, konnten sie zunächst nicht sehen.

Das Kreuzfahrtschiff "MS Bremen" (Archivbild)

"Da ist einer der Wächter von dem Eisbären überraschend angegriffen worden", sagte ein Sprecherin von Hapag Lloyd Cruises gegenüber der Zeitung. Der Mann habe noch versucht, wegzurennen, sei dabei aber gestolpert und dann gepackt worden. Die anderen Wächter feuerten zunächst Warnschüsse ab. Als diese das Tier nicht stoppten, erschossen sie den Eisbären. Ein Hubschrauber brachte den Verletzten mit erheblichen Kopfverletzungen in ein Krankenhaus.

Während Hapag Lloyd Cruises den Vorfall zutiefst bedauerte, kritisierte ein Greenpeace-Biologe in Bild: "Solche Kreuzfahrten sind immer eine Störung für die sensible Natur in der Arktis. Für den Menschen ist es noch mal gut gegangen. Für den Eisbären ist es sehr traurig."

Quelle: rosenheim24.de

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