Ostseefähre: Bergung verzögert sich

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Die "Lisco Gloria" vor Fehmarn brennt immer noch.

Kiel - Die Bergung der brennenden Ostseefähre „Lisco Gloria„ verzörgert sich. Nach Angaben des Havariekommandos steht das litauische Schiff auch mehr als 24 Stunden nach dem Unglück noch in Flammen.

Das knapp 200 Meter lange Schiff liegt mit Schlagseite vor der dänischen Insel Langeland vor Anker. Löschboote konnten den Rumpf der Fähre nur kühlen, um ein Auseinanderbrechen zu verhindern. Die Flammen seien immer noch sehr stark, sagte ein Sprecher des Havariekommandos aus Cuxhaven. An der Außenhaut des Schiffes seien Temperaturen von bis zu 300 Grad gemessen worden.

Nach Tagesanbruch solle entschieden werden, ob die „Lisco Gloria„ abgeschleppt oder an Ort und Stelle gelöscht werden soll. Mit dem Löschen könne man erst beginnen, wenn der Brand deutlich nachlasse. Die Reederei der Fähre hat eine niederländische Bergungsfirma mit den Arbeiten beauftragt.

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Ursache ist ein brennender LKw. Ein Besatzungsmitglied habe bei einem Rundgang Rauch an einem Lastwagen festgestellt und zunächst einen eigenen Löschversuch unternommen, berichtete der Leiter des Lagezentrums im schleswig-holsteinischen Innenministerium, Joachim Gutt, am Samstagabend im NDR-Fernsehen. Als der Versuch fehlschlug, habe der Mann den Kapitän informiert, der die Rettungsmaßnahmen eingeleitet habe. Die Nähe des Brandherdes zum Tank der Zugmaschine erkläre auch die Explosion.

dpa

Quelle: rosenheim24.de

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