Papst-Botschaft: Christen sollen sich nicht abwenden

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Papst Benedikt XVI. hat ein Grußwort an alle Christen geschickt.

München - Papst Benedikt XVI. hat die Christen in einer Botschaft dazu aufgerufen, sich trotz der jüngsten Missbrauchsskandale nicht von der Kirche abzuwenden.

Die Kirche bleibe der Ort der Hoffnung, heißt es in seinem am Mittwoch in München veröffentlichten Grußwort, das beim zentralen Eröffnungsgottesdienst des Ökumenischen Kirchentags am Abend vom Münchner Erzbischof Reinhard Marx verlesen werden sollte. Benedikt rief die Teilnehmer auf, sich weiter in der Kirche zu engagieren.

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Erneut verurteilte der Papst sexuellen Missbrauch in der Kirche. “In den vergangenen Monaten sind wir mit immer neuen Meldungen konfrontiert worden, die uns die Freude an der Kirche nehmen möchten, sie als Ort der Hoffnung verdunkeln.“ Mit Bezug auf das Gleichnis vom Unkraut im Weizenfeld räumte Benedikt ein, dass es “Unkraut gerade auch mitten in der Kirche“ und unter denen gebe, die “der Herr in besonderer Weise in seinen Dienst genommen hat“. Dennoch sei der gute Weizen nicht erstickt.

Das katholische Kirchenoberhaupt rief die Christen zur Hoffnung auf: “Die großen Dinge des Lebens können wir nicht selber machen, wir können sie nur erhoffen.“ Das Vergessen der Hoffnung auf das ewige Leben führe zu einer Gier nach dem diesseitigen Leben, die fast unausweichlich egoistisch werde und fast immer unerfüllbar bleibe. Der Kirchentag mit 125 000 Dauerteilnehmern steht unter dem Bibelwort “Damit ihr Hoffnung habt“.

dpa

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