Greenpeace entdeckt Pestizide in Kräutern

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Hamburg - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat erneut Pestizide in getrockneten Kräutern und Gewürzen entdeckt und Strafanzeige gegen Metro erstattet.

Wie die Umweltschutzorganisation am Donnerstag in Hamburg mitteilte, wurde mehr als ein Viertel von 37 Proben aus konventionellem Anbau als “nicht empfehlenswert“ eingestuft. Besonders stark belastet seien Paprika- und Currypulver sowie getrocknete Petersilie.

Bei diesen Lebensmitteln wird geschummelt

Bei diesen Lebensmitteln wird geschummelt

In getrockneter Petersilie der Metro-Eigenmarke Tip sei die gesetzlich festgelegte Höchstmenge überschritten worden. Greenpeace habe Strafanzeige gegen Metro erstattet. Frische Kräuter seien im Vergleich zu 2008 nur noch gering belastet.

“Mit einer Prise Paprika oder Curry, wie sie auf der Currywurst landet, streut man sich einen Giftcocktail von bis zu 20 verschiedenen Chemikalien aufs Essen“, kommentierte Manfred Straten, Chemie-Experte bei Greenpeace, das Ergebnis. In einer Curry-Probe sei sogar das in der EU verbotene Pestizid DDT nachgewiesen worden.

Bei Obst und Gemüse seien seit 2007 weniger Pestizidrückstände beobachtet worden, teilten die Umweltschützer mit. Auf getrocknete Kräuter und Gewürze treffe das nicht zu. Greenpeace forderte von der EU-Kommission und Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU), umgehend gesetzlich bindende Grenzwerte für Pestizide in Gewürzmischungen einzuführen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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