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"Schwere Straftat"

Methadon-Tod: Anklage will Haft für Chantals Pflegevater

Knapp zwei Jahre nach dem Tod der elfjährigen Chantal durch eine Methadon-Tablette müssen sich die Pflegeeltern vor dem Hamburger Landgericht verantworten. Foto: Daniel Reinhardt
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Knapp zwei Jahre nach dem Tod der elfjährigen Chantal durch eine Methadon-Tablette müssen sich die Pflegeeltern vor dem Hamburger Landgericht verantworten.

Hamburg - Im Prozess um den Methadon-Tod der elfjährigen Chantal hat der Staatsanwalt zwei Jahre und sechs Monate Haft für den Pflegevater wegen fahrlässiger Tötung gefordert.

„Es war kein bedauernswerter Unfall, sondern eine sehr schwere Straftat“, sagte der Staatsanwalt am Freitag vor dem Landgericht.

Die ebenfalls angeklagte Pflegemutter soll nach dem Willen der Anklage wegen Vernachlässigung des Kindes eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und drei Monaten erhalten.

Chantal war vor genau drei Jahren, am 16. Januar 2012, an einer Methadon-Überdosis gestorben. Das Mädchen soll in der Wohnung im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg über seine drogenabhängigen Pflegeeltern Zugang zu der Heroin-Ersatzdroge bekommen haben.

Laut Anklage hatte sich der Pflegevater am Morgen nach der Drogeneinnahme nicht um das im Sterben liegende Mädchen gekümmert. Das Kind hätte nach Ansicht eines Rechtsmediziners überlebt, wenn der Mann Chantal wachgehalten oder den Arzt gerufen hätte.

Seit Dezember vergangenen Jahres müssen sich der 54-jährige Mann und die 50 Jahre alte Frau vor Gericht verantworten. Das Urteil wird in der kommenden Woche erwartet.

dpa

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