Polizei geht weiter gegen Rocker vor

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Die rivalisierenden Motorradclubs Hells Angels und Bandidos liefern sich in einigen Bundesländern seit geraumer Zeit einen regelrechten Bandenkrieg (Archivfoto).

Solingen - Die Polizei setzt ihre massiven Kontrollen der verfeindeten Rockergruppen “Bandidos“ und “Hells Angels“ in Nordrhein-Westfalen unvermindert fort.

Den dritten Tag in Folge habe es Beschlagnahmungen gegeben, berichtete ein Polizeisprecher in Münster am Donnerstag auf dpa-Anfrage. Unterdessen wollen die “Bandidos“ ihr bundesweites Rocker-Treffen am 14. November von Dortmund nach Schwerte verlegen, bestätigte die Polizei.

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In den vergangenen Tagen hatte die Polizei Totschläger, Messer und Schwerter bei den Rockern beschlagnahmt. Seit Samstag waren gut ein Dutzend Ermittlungsverfahren gegen Rocker eingeleitet worden. Nach der Ermordung des “Bandidos“-Rockers “Eschli“ vor knapp vier Wochen in Duisburg ist die Lage zwischen den verfeindeten Gruppen angespannt. Der Mord soll von einem Verdächtigen aus dem Umfeld der “Hells Angels“ begangen worden sein. Am vergangenen Wochenende war die Gewalt zwischen den verfeindeten Rockergruppen eskaliert.

In Duisburg war ein 31-Jähriger aus dem Umfeld der “Bandidos“ festgenommen worden. In Flensburg hatten Ermittler ein Waffenarsenal ausgehoben, das sie den “Hells Angels“ zurechnen. Ermittler vermuten hinter den Gewaltausbrüchen im Rheinland einen Kampf um Macht und Marktanteile im Rotlichtmilieu. So hatten “Bandidos“ versucht, ein unter Kontrolle der “Hells Angels“ stehendes Bordell in Duisburg zu stürmen.

dpa

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