Doppelmord: So brutal starben Nina und Tobias

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Trauer um Nina und Tobias in Bodenfelde.

Northeim/Bodenfelde - Der Doppelmord von Bodenfelde ist aufgeklärt. Der 26-jährige Tatverdächtige hat ein Geständnis angekündigt, die Ermittler sind absolut sicher, mit Jan O. den Täter gefasst zu haben. Die Details:

Der mutmaßliche Doppelmörder von Bodenfelde hat nach Erkenntnissen der Ermittler aus Mordlust gehandelt. Die 14- jährige Nina sei bereits Anfang vergangener Woche getötet worden und der 13-jährige Tobias am Samstagabend, berichteten die Ermittler auf einer Pressekonferenz in Northeim in Niedersachsen. Sie seien durch eine Kombination von Erwürgen und Erstechen umgebracht worden, sagte Kriminaldirektor Andreas Borchert am Mittwoch. “Die Details erspare ich mir.“

Der tatverdächtige Jan O. sitzt nach Angaben von Oberstaatsanwalt Hans Hugo Heimgärtner unter dem Verdacht des zweifachen Mordes aus Mordlust in Haft. “Wir sind uns absolut sicher, dass wir die richtige Person haben“, sagte der Leiter der Mordkommission, Hartmut Reinecke.

Alle Informationen zu Jan O. lesen Sie auch bei www.az-online.de.

Jan O. stammt aus Uelzen. Wie die Allgemeine Zeitung Uelzen berichtet, ist der Tatverdächtige mehrere Jahre in Uelzen zur Schule gegangen und in seiner Heimatstadt bereits mehrere Male strafrechtlich in Erscheinung getreten. Dabei reichen die Delikte von Körperverletzungen, Einbrüchen und Diebstählen hin zum Drogenkonsum. 2007 wurde er bereits zu zwei Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt, die er in einer Entziehungsanstalt absaß.

Es läuft derzeit zudem noch Verfahren wegen Brandstiftung. “Wir denken, für die Bevölkerung von Bodenfelde ist nun auch die Zeit der Unsicherheit vorbei“, sagte der Leiter der Polizeiinspektion Northeim, Hans Walter Rusteberg. “Die Menschen trauten sich in der Dunkelheit nicht mehr aus dem Haus.“ Er hoffe, dass nun für den Ort wieder eine Rückkehr zur Normalität möglich werde.

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Der Hinweis eines Mädchens, das auch von dem Mann angesprochen worden war, habe zu dem 26-Jährigen geführt. Jan O. habe am Samstagabend auf einem Parkplatz versucht, mit dem Mädchen anzubandeln. Die Jugendliche habe sich dessen Handynummer geben lassen, berichtete Reinecke. Das Mädchen informierte später die Polizei. Bei einer Internetrecherche seien dann Hinweise auf den Tatverdächtigen gefunden worden. “Dies war entscheidend für die Ermittlungen.“ Zudem entdeckten die Beamten bei der Durchsuchung der Wohnung von Jan O. blutverschmierte und verdreckte Kleidung. Der 26-Jährige habe an den Händen “Verletzungen durch scharfe Gewalt, Abschürfungen, Einrisse in der Haut“ gehabt, sagte Reinecke. Er könne nicht sagen, ob die Verletzungen vom Zuschlagen stammten.

Jugendliche in Bodenfelde ermordet

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Die Leichen der Kinder waren nur teilweise bekleidet am Sonntag in einem Waldstück entdeckt worden. Ein Sexualdelikt, das anfangs vermutet wurde, schlossen die Ermittler dennoch aus. Das Entkleiden der Opfer könnte dadurch begründet sein, dass der Täter seine Opfer näher betrachten wollte, sagte Borchert. Der 26-Jährige war am Montagabend im Bahnhof Bodenfelde in einem Zug nach Uslar festgenommen worden. In den Vernehmungen schwieg er zu den Vorwürfen. Der Verteidiger habe aber angekündigt, Jan O. wolle ein Geständnis ablegen, sagte Oberstaatsanwalt Heimgärtner. Davon versprechen sich die Ermittler weiteren Aufschluss über das Motiv des Mannes, der “im Bereich Bodenfelde“ gewohnt habe.

Per Internet Kontakt zu jungen Mädchen gesucht

Nach dapd-Informationen hat Jan O. auch im Internet versucht, Kontakte mit jungen Mädchen zu knüpfen. In mehreren sozialen Netzwerken im Internet präsentiert sich der seit 2003 Arbeitslose als “stolzer Arbeitslohser“ oder “Rentner“ aus der “Weltstadt Uslar“.

In Einträgen auf seiner Seite fragt er, ob Mädchen zwischen 10 und 16 Jahren Interesse haben “zu chaten und vielleicht mehr“. Außerdem fragte er bereits am 15. Juni 2009: “welches girly will mehr als nur quwatschen.“ In dem Gästebuch auf den Seiten befinden sich bereits Kommentare, in denen er als “scheiß Kindermörder“ oder “Bastard“ beschimpft wird.

dapd/dpa/ja

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