Prozess gegen Ex-Chefarzt beginnt

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Der Prozess gegen den ehemaligen Essener Chefarzt der Uni-Klinik beginnt. 

Essen - Der frühere Chefarzt des Essener Uniklinikums, Christoph Broelsch, muss sich ab Montag wegen Bestechlichkeit, Betrug und Steuerhinterziehung vor dem Essener Landgericht verantworten.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 65-jährigen Starmediziner vor, von Krebspatienten der Krankenkassen Geld verlangt zu haben, wenn sie von ihm behandelt werden wollten.

Laut Anklage forderte der seit Oktober 2007 suspendierte Chefarzt in 36 Fällen von den teilweise um ihr Leben bangenden Patienten Zahlungen von jeweils bis zu 22.000 Euro. Insgesamt sollen rund 219.000 Euro auf ein Drittmittelkonto für Forschung und Lehre geflossen sein, auf das der Mediziner Zugriff hatte. Zur Last gelegt werden dem Transplantationsexperten auch 22 Fälle von Betrug im besonders schweren Fall, weil er entgegen vertraglicher Verpflichtungen Privatpatienten nicht persönlich behandelt, gleichwohl aber Honorar verlangt und erhalten haben soll.

Darüber hinaus wird dem Mediziner Steuerhinterziehung vorgeworfen. Für den Prozess sind bis Weihnachten zunächst 22 Verhandlungstage angesetzt. Broelsch, der die Vorwürfe bestreitet, muss bei einer Verurteilung im Höchstfall mit einer mehrjährigen Haftstrafe rechnen.

AP

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