Rainer Schaller bezieht Stellung

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Rainer Schaller.

Duisburg - NRW-Innenminister und Polizei haben am Mittwoch schwere Vorwürfe gegen die Veranstalter der Loveparade erhoben. Jetzt bezog Rainer Schaller, Geschäftsführer des Veranstalters, Stellung.

Lesen Sie hier das offizielle Statement von Rainer Schaller:

"Wir bedauern zutiefst das Leid, das den Menschen widerfahren ist.

Wir, die Veranstalter der Loveparade und ich ganz persönlich, sind tief erschüttert, dass es auf der Loveparade 2010 zu diesem schrecklichen Unglück gekommen ist. Ich und das ganze Team der Loveparade sprechen den Familien und Freunden der Opfer unser tief empfundenes Beileid aus. Unsere Gedanken sind auch bei den Verletzten, die derzeit noch behandelt werden.

Wie die Angehörigen der Opfer, die Teilnehmer der Veranstaltung und die Menschen wollen auch wir verstehen, was passiert ist. Wir müssen die Frage beantworten, wer für diese Katastrophe verantwortlich ist. Deshalb tun wir alles, um dazu beizutragen, die Verantwortung zu klären.

Der NRW-Landesinnenminister Ralf Jäger hat bei seiner heutigen Pressekonferenz bestätigt, dass es für die Veranstaltung ein detailliertes Planungskonzept gegeben hat, das gemeinsam mit der Polizei, der Bundespolizei, der Feuerwehr mit der Stadt und der Loveparade Organisation entwickelt und abgestimmt wurde. Dieses Konzept, einschließlich aller sicherheitsrelevanten Aspekte, ist behördlich genehmigt.

Die auf der Pressekonferenz des Landesinnenministers Ralf Jäger vorgetragenen vorläufigen Ermittlungsergebnisse zu den Abläufen der Ereignisse werfen viele Fragen auf, die wir nicht kurzfristig mit Medienstatements beantworten wollen. Sie erfordern eine sorgfältige Prüfung und unsere erste Priorität hat die Unterstützung der Staatsanwaltschaft, für die wir jederzeit zur Verfügung stehen. Erstmals wurden heute auf der Pressekonferenz des Innenministeriums auch konkrete Vorwürfe erhoben, die ebenfalls sehr genau geprüft werden müssen.

Wir haben heute verstanden, dass auf der Aufgangsrampe und im Tunnel Polizeiketten gebildet und dass die Schleusen auf der Westseite auf Veranlassung der Polizei geöffnet wurden. Inwieweit dies mit einer Pfropfenbildung auf der Aufgangsrampe und Unglücksstelle zusammenhängt, wird die Staatsanwaltschaft herausfinden.

Wir haben der Staatsanwaltschaft nicht nur unsere Server, sondern auch das vollständige Videomaterial unserer sechs Kameras im Tunnel- und im Eingangsbereich übergeben. Wir hoffen, dass diese Bilder mit zur Aufklärung beitragen, wie es zu dieser Tragödie kommen konnte. Sobald wir weitere Erkenntnisse gewinnen, übergeben wir diese umgehend ebenfalls der Staatsanwaltschaft.

Um schnell und unbürokratisch zu helfen, ist es unsere Absicht, die betroffenen Familien umgehend zu unterstützen. Wir organisieren derzeit mit sozialen Einrichtungen einen Hilfsfonds für Angehörige, um sie von den dringendsten finanziellen Folgen zu entlasten. Wir wissen, dass wir damit ihr Leid nicht lindern können. Genauere Informationen dazu werden in den nächsten Tagen veröffentlichen."

Rainer Schaller

Geschäftsführer Lopavent GmbH

Quelle: rosenheim24.de

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