Mit Schockfotos gegen Gaffer: Ist das richtig?

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Hamburg - CDU-Politiker wollen Gaffer bei Verkehrsunfällen per Schock „kurieren“. Die Schaulustigen sollen sich „wirklich brutale Bilder “ anschauen müssen. Was meinen Sie? Ist das der richtige Weg?

Mit diesem Schock-Video kämpft Großbritannien für mehr Verkehrssicherheit auf seinen Straßen:

Mit grausigen Fotos von Verkehrsopfern will der schleswig-holsteinische Innenminister Klaus Schlie gegen Gaffer an Unfallstellen vorgehen. Wenn die Personalien der Schaulustigen festgestellt werden könnten, sollten sie sich anschließend "wirklich brutale Bilder von Unfallopfern anschauen müssen, damit sie überhaupt wissen, was da abläuft", sagte der CDU-Politiker am Montag im NDR. "Wir müssen neue Wege gehen und den Gaffern klarmachen, was tatsächlich am Unfallort geschieht."

Der Hamburger Innensenator Christoph Ahlhaus unterstützte den Vorschlag seines Kollegen aus Schleswig-Holstein. "Gaffer sind häufig ein lebensgefährliches Risiko. Sie behindern die Rettungskräfte und verursachen oftmals weitere Unfälle", sagte der CDU-Politiker der "Hamburger Morgenpost".

"Wir brauchen diese öffentliche Diskussion, damit den Menschen klar wird: Wir könnten alle Opfer werden", sagte der Innensenator. Wer nur zuschaue, mache sich selber zum Täter. Ahlhaus erinnerte daran, dass Schaulustige bei unterlassener Hilfeleistung mit bis zu einem Jahr Haft bestraft werden könnten.

Hintergrund des Vorstoßes ist ein tödlicher Unfall vor einer Woche auf der Autobahn 1 in der Nähe von Hamburg. Die Einsatzleiter der Feuerwehr hatten umstehende Schaulustige vergeblich darum gebeten, bei der Rettung einer jungen Frau behilflich zu sein. Sie erlag später im Krankenhaus ihren Verletzungen.

ap

Was sagen Sie dazu? Bringt diese Methode Schaulustige vom Gaffen ab?

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © fkn

Zurück zur Übersicht: Deutschland

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser