Riesen-Party bei "Rock am Ring"

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Die Band „Slipknot“ heizt ein bei Rock am Ring.

Nürburg - Sie haben getanzt, sie haben gegrölt, sie haben getrunken - rund 80.000 Fans haben es bei Deutschlands größtem Musik-Festival “Rock am Ring“ in der Eifel richtig krachenlassen.

Drei Tage lang machten sie den Nürburgring zu einer einzigen großen Partyzone. Die Tickets waren bereits seit Ende März ausverkauft. Gemeinsam mit dem Zwillingsfestival “Rock im Park “ in Nürnberg brachten die Veranstalter an beiden Orten zwischen Freitag und Sonntag mehr als 90 Bands auf die Bühnen. Am Abend standen noch Limp Bizkit und die Guano Apes auf dem Programm.

Rock am Ring/Rock im Park : Die besten Bilder

Die besten Bilder von Rock im Park und Rock am Ring

Auf den drei Bühnen “am Ring“ sorgten bei meist nasskaltem Wetter Acts wie Billy Talent, Korn, The Killers, Placebo oder Slipknot für ausgelassene Stimmung. Die Fans feierten begeistert die Musiker und sich selbst. Allerdings gab es auch zwei ungeliebte Gäste an allen drei Festivaltagen: den Regen und die Kälte. Doch gegen das Ungemach “von oben“ hatten sich die zumeist jungen Festivalgänger Schutz gewappnet: Eine Mülltüte über dem Kopf und ein Bier in der Hand ­ gerne aus Dosen. Ein Festivalbesucher, verkleidet im Hasenkostüm, beschrieb es so: “Man muss sich von innen wärmen!“

Rock im Park /Rock am Ring: Die besten Bands

Rock im Park/Rock am Ring: Die besten Bands

Neben den Auftritten der Stars gab es für die Unermüdlichen noch einen zweiten Teil: die Partys auf den umliegenden Zeltplätzen. Dort stieg vor allem an den Abenden die Stimmung. Ruhiger wurde es meist erst im Morgengrauen ­ wenn überhaupt. Zelt an Zelt schloss so der ein oder andere Besucher neue Freundschaften: Die 23-jährige Jenny Faulstich aus der Nähe von Koblenz und ihre Gruppe lernten an dem Rockwochenende Stuttgarter Fans kennen. Zwischen Bierdosen und Stromaggregat wurden die Zeltnachbarn schnell Freunde und zogen schließlich gemeinsam über das Festivalgelände. “Wir haben uns fast alle Bands zusammen angeschaut“, verriet Jenny.

Dennoch, es gab auch Schattenseiten: Die Polizei vermeldete einige Körperverletzungen und Diebstähle. Auch das Deutsche Rote Kreuz ( DRK ) musste immer wieder helfen. Ein junger Mann brach sich bereits am Freitag nach einem Sturz die Hand und musste, wie fünf weitere Verletzte, ins Bundeswehrzentralkrankenhaus nach Koblenz geflogen werden. Daneben verarzteten die Helfer etliche Schnittwunden oder Prellungen.

Trotzdem zog DRK -Sprecher Thorsten Trüttgen eine positive Bilanz: “Dieses Jahr war es wesentlich ruhiger als im vergangenen.“ Rund 4500 Mal mussten die Sanitäter helfen ­ 1000 Mal weniger als noch 2008. Wahrscheinlich sei dies auch durch das schlechte Wetter bedingt, das viele Festivalbesucher früher als sonst in ihre warmen Zelte trieb. Polizei-Sprecher Lars Brummer bestätigte die DRK -Bilanz. “Es gab weniger Unfälle und Zwischenfälle als im vergangenen Jahr. Es war ein allgemein ruhiges Festival.“

Von Nina Stampflmeier, dpa

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