Rock im Park: Fans leben von Bier und Würsten

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Bei Rock im Park gehören Bier und Würstchen zu den Grundnahrungsmitteln.

Nürnberg - Vier Tag feiern, tanzen und campen auf dem Open-Air-Festival “Rock im Park“ machen hungrig und durstig. Bier und Grillwürstchen sind die ständigen Begleiter der rund 60 000 Rock-Fans in Nürnberg.

Die meisten von ihnen haben diese typischen Grundnahrungsmittel zwar zu dem Fest mitgebracht, bereits am zweiten Tag sind aber schon viele Vorräte aufgebraucht. Mit Bollerwagen und großen Tragetaschen pilgern viele Musik-Fans daher zu den Lebensmittelläden rund um das Festival-Gelände und kaufen die Regale leer.

Drei Paletten Dosenbier und drei Kilogramm Grillfleisch - das hält bei vier Festival-Campern gerade einmal einen Tag. “Wir verbringen jeden Vormittag damit, hier einkaufen zu gehen“, sagt Florian Stigler. Aus dem Sauerland ist er die 400 Kilometer bis nach Franken gefahren, um mit den rund 80 Bands zu feiern. Von den nahe gelegenen Einkaufsmöglichkeiten wusste er schon vor der Anreise und konnte das Auto deshalb mit Zelten und Campingutensilien bepacken.

Nicht nur Lebensmittelläden, auch Baumärkte profitieren von den neuen Kunden. “Wir haben einen großen Vorrat an Grills und Kohle angelegt“, sagt Ludwig Merz, Chef eines Baumarktes am Festival-Gelände. Auch Sonnenschirme und Campingstühle gehen hier zahlreich über den Ladentisch.

Mega-Party bei Rock am Ring

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Dass dabei auch alles bezahlt wird, kontrollieren Sicherheitsleute, die eigens für die Zeit des Festivals angestellt wurden. Sie passen auch auf, dass Einkaufswagen nicht als Transportmittel bis zum Zeltplatz benutzt werden. Beschweren kann sich Merz über die zumeist jugendlichen Käufer nicht. “Das sind alles ganz gesittete Leute.“

Diese Erfahrung hat auch Erkan Canseven gemacht. Er ist Chef des benachbarten Getränkemarktes. In den vier Tagen des Festivals verkauft er allein an 5-Liter-Bierfässern etwa 8000 Stück - sonst sind es rund 100 Fässer pro Woche. Auch die Mitarbeiterzahl hat er für diese Tage verdoppelt. Probleme bereiten ihm nur die Flaschensammler, die Pfandflaschen vom Festival-Gelände in rauen Mengen zu ihm bringen. “So viele Dosen und Flaschen können wir gar nicht lagern.“

Von Lisa Rogge

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