Rösler erwartet mehr Impfstoff gegen Schweinegrippe

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Philipp Rösler verspricht mehr Impfstoff gegen Schweinegrippe.

Hannover - Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler rechnet mit einer baldigen Entspannung des Engpasses beim Impfstoff gegen Schweinegrippe.

In einem Interview der in Hannover erscheinenden “Neuen Presse“ appellierte der FDP-Minister zugleich an Kindergärten und Schulen, zur Vorbeugung gegen die Virusinfektion eng mit den Gesundheitsbehörden zusammenzuarbeiten. Es werde “demnächst mehr Impfstoff pro Woche zur Verfügung stehen“, wird Rösler zitiert. “Das wird die Situation entspannen“, versicherte der Minister.

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Allerdings seien auch bei optimaler Ausbeute an Impfstoff immer wieder Wartezeiten möglich. Er bitte die Bevölkerung deswegen um Geduld, fügte Rösler hinzu. Die Ausbeute bei der Impfstoffproduktion sei bislang nach Auskunft der Hersteller “nicht so hoch wie erhofft“. Der Hersteller GlaxoSmith Kline habe sein Produktionsverfahren aber nun verbessert. Rösler wies darauf hin, dass eine enge Zusammenarbeit von Kindergärten und Schulen mit den örtlichen Gesundheitsbehörden wichtig sei, “damit situationsgerecht die erforderlichen Maßnahmen ergriffen werden“ könnten.

Gezielt informieren

Kindergärten und Schulen sollten Eltern und Kinder gezielt informieren und die einfachen Hygienemaßnahmen mit den Kindern einüben. Dazu gehöre, sich mehrfach täglich die Hände zu waschen, nur in die Ellenbeuge oder ein Taschentuch zu niesen und längere Aufenthalte in größeren Menschenansammlungen zu vermeiden. Um eine weitere Verbreitung der Schweinegrippe zu verhindern, könnten die Gesundheitsbehörden zudem Schulen oder Kindergärten “ganz oder teilweise schließen, soweit und solange es erforderlich ist“, erklärte Rösler weiter.

Der Vorsitzende des niedersächsischen Landeselternrates, Pascal Zimmer, rief seinerseits die Schulen auf, beim Thema Schweinegrippe offen mit den Eltern zu kommunizieren. Mit den Worten “Das ist doch wohl eine Selbstverständlichkeit“ reagierte er in der “Neuen Osnabrücker Zeitung“ auf Beschwerden von Eltern, sie seien erst nach hartnäckigem Nachfragen bei den Schulen über Erkrankungsfälle in den Klassen ihrer Kinder informiert worden.

AP

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