Rohrbruch überflutet Kölner Wohnviertel

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Überschwemmte Straße in Köln nach Wasserrohrbruch.

Köln - Das Wasser stand den Kölnern bis zum Hals: In der Nacht zu Freitag hat der Bruch einer Hauptwasserleitung zur Überflutung ganzer Straßenzüge in der Domstadt geführt.

Teilweise stand das Wasser 1,80 Meter hoch, Keller liefen bis zur Decke voll, wie die Feuerwehr berichtete. Menschen kamen nicht zu Schaden, die Wohnungen konnten rechtzeitig evakuiert werden. 26 Häuser waren im Norden der Stadt betroffen. Zudem versanken auch rund 30 Autos in den Wassermassen im Stadtteil Longerich. In einer 70 Zentimeter dicken Hauptleitung des Versorgers Rheinenergie war in der Nacht ein zwei Meter langes Loch aufgebrochen.

Überschwemmung in Köln.

Die Ursache war bis zum Nachmittag unbekannt. “Ich kann die Symptome beschreiben, aber leider nicht die Ursache“, sagte Firmensprecher Arnold Sitte am Freitag. Die Symptome jedenfalls waren unübersehbar: Sitte sprach von “etlichen Tausend Kubikmetern Wasser“, die ausgetreten seien. Und etwas handfester: “Ungefähr zwei Schwimmbäder voll. Und ich meine keine Swimmingpools.“ Bis zum Nachmittag waren die Keller nach dem Einsatz von knapp 70 Feuerwehrleuten leergepumpt.

Techniker der Rheinenergie arbeiteten bei strömendem Regen am Austausch eines fünf Meter langen Teilstücks des beschädigten Rohrs. Andere Mitarbeiter des Unternehmens leisten “soziale Erste Hilfe“, wie Sitte es bezeichnete: “Die haben - salopp gesagt - ein Geldköfferchen dabei.“ So bemühe sich Rheinenergie um schnelle Opferhilfe, teilweise auch um Unterbringung in Hotelzimmern und Kleidungskäufe. “Es gibt Betroffene, die mehr oder weniger nur noch ihr Handy und ihre Unterhose haben“, sagte der Unternehmenssprecher. Dass in naher Zukunft der nächste Kölner Stadtteil im Wasser versinkt, sei aber äußert unwahrscheinlich, versicherte Sitte: “Das ist wie ein Sechser im Lotto. Also ein negativer.“

dpa

Zurück zur Übersicht: Deutschland

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser