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Während sich junge Frau über Corona lustig macht

Interview über Corona-Situation geht an die Nieren: Seniorin weint vor Zorn und Leid

Der Erzgebirgskreis in Sachsen ist stark von der vierten Corona-Welle getroffen. Die Inzidenz hier liegt knapp unter 2000 - der zweithöchste Wert in ganz Deutschland. Der MDR nahm dies als Anlass, sich in Annaberg-Buchholz umzuhören. Ein darin enthaltenes Interview mit einer Senioren geht an die Nieren.

Annaberg-Buchholz - In Sachsen ist die Sieben-Tage-Inzidenz laut Robert Koch-Institut bundesweit mit Abstand am höchsten. Der Wert lag am Dienstagmorgen (30. November) laut RKI bei 1268,9 - in Bayern bei 618,2. Die Landkreise Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Erzgebirgskreis führen mit Inzidenzen von 2133,8 und 1950,5 die Bundesstatistik an. In Sachsen mussten im Laufe der Pandemie bereits weit über 10.000 Menschen sterben und die Lage in den Kliniken ist ähnlich besorgniserregend wie in Bayern. Am Sonntag wurden 14 Intensivpatienten aus Sachsen in andere Länder gebracht.

Besonders dramatisch ist auch die Situation in Annaberg-Buchholz, ein Landkreis im Erzgebirge. Der Mitteldeutsche Rundfunk machte sich in der vergangenen Woche, kurz nachdem die Inzidenz das erste Mal die Schwelle von 2000 überschritt, vor Ort ein Bild der Lage und führte vielsagende Interviews - mit zwei extremen Ansichten in Bezug auf Corona.

Junge Frau leugnet Corona

In dem Beitrag werden zuerst eine junge Frau und ein junger Mann gezeigt. „Also mir macht das keine Sorgen“, erklärt die Frau in Bezug auf die aktuelle Situation. Auf Nachfrage ergänzt sie: „Naja, ich halte von diesem ganzen Corona überhaupt nichts.“ Direkt im Anschluss wird das Interview einer älteren Dame eingespielt.

„Natürlich mache ich mir Sorgen. Ich bin doppelt geimpft, warte auf meine Booster-Impfung. Mein Mann ist an Corona verstorben. Ich war im Krankenhaus. Und jetzt halte ich mich von meinen Enkeln fern, weil ich Angst habe, dass sie aus der Schule was nach Hause bringen. Und jetzt fahre ich auf den Friedhof“, fasst eine Seniorin ihre Situation im Interview mit dem MDR zusammen und ringt mit den Tränen

Emotionales Interview

Den ganzen Beitrag seht Ihr auf mdr.de

Später führt sie noch weiter aus: „Das ist so unmöglich, was hier passiert. Das dürfte nicht sein. Wenn im Sommer schon was gemacht worden wäre, dann wäre das alles nicht halb so schlimm.“

Das von Journalist Sven Knobloch auf Twitter hochgeladene Video ging innerhalb weniger Stunden viral und dürfte vielen Menschen aus dem Herzen sprechen. „Ich glaub, mein Herz ist gerade für die Frau gebrochen“, schreibt zum Beispiel eine Userin.

mz

Rubriklistenbild: © Screenshot Twitter

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