Sauerland lehnt weiter Rücktritt ab - erst Aufklärung

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Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland

Köln - Der umstrittene Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland schließt drei Wochen nach der Loveparade-Katastrophe persönliche Konsequenzen nicht aus - allerdings erst nach der Aufklärungsarbeit.

“Natürlich stelle ich mir die Frage, ob man das Amt nach so einem tragischen Ereignis weiter ausüben kann. Aber diese Antwort werde ich erst dann geben, wenn ich die Antworten auf die uns alle bedrückenden Fragen habe“, sagt Sauerland laut WDR-Mitteilung in der TV-Sendung “Kreuzverhör“, die am Sonntag ausgestrahlt werden sollte.

Sauerland lehnt einen sofortigen Rücktritt nach wie vor ab und räumt auch keine persönliche Schuld ein: “Es muss geklärt werden, wer der Verursacher dieses tragischen Ereignisses war. So weit sind wir noch nicht.“

Das Stadtoberhaupt wehrt sich gegen den Vorwurf, er habe vor der Loveparade, bei der 21 Menschen tödlich verletzt wurden, darauf hingewirkt, sie unter allen Umständen zu veranstalten. Bei der Sicherheit habe man keine Kompromisse gemacht.

“Wir haben als Verwaltung unsere Vorstellungen durchgesetzt und sind nicht zurückgewichen.“ Der Veranstalter habe deswegen seine Konzepte nachbessern müssen.

Der Oberbürgermeister betonte, wie sehr ihn das Unglück mitnehme: “Jeden Morgen, wenn ich wach werde, wünsche ich mir, dass alles das, was wir erlebt haben, nur ein böser Traum ist, aber es ist Realität.“

dpa

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