Mit Schafen und Ziegen gegen den Castor

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Die Castorbehälter werden am Montag in den Verladebahnhof in Dannenberg (Niedersachsen) gefahren. In der Verladestation werden die Atommüllbehälter für den Straßentransport umgeladen.

Gorleben - Atomkraftgegner setzen bei der Blockade des Castor-Transports im Wendland auch auf “tierische Unterstützung“. Auch Schafe und Ziegen mussten für de Protest herhalten. 

Mehrere hundert Schafe und Ziegen waren am Montagnachmittag zwischen Laase und Gorleben auf der nördlichen der beiden möglichen Transportrouten des Castor-Konvois unterwegs. Nach Angaben von Atomkraftgegnern befanden sich zeitweise rund 1.200 Schafe und 500 Ziegen auf der Fahrbahn. Die Polizei bestätigte auf Anfrage den Vorfall. Es seien aber nicht so viele, sondern insgesamt nur einige hundert Tiere auf der Strecke gewesen. Beamte hätten die Schafe und Ziegen auf eine nahe Wiese getrieben. Ob Castor-Gegner die Tiere auf die Fahrbahn getrieben haben, war zunächst unklar.

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Auf der möglichen Südroute zwischen Dannenberg und Gorleben blockierten in Groß Gusborn am Montagnachmittag fünf Traktoren die Straße. Ein Augenzeuge berichtete, die Traktoren stünden ohne Fahrer da. Mehrere Polizeibeamte seien vor Ort, eine technische Einheit der Polizei habe sich an die Räumung gemacht. Die übrige Südstrecke sei frei, weder Atomkraftgegner noch Polizei seien zu sehen gewesen. Die Südroute ist eine von zwei möglichen Straßenwegen, die die Lastwagen mit den Atommüllbehältern nach dem Umladen auf dem Verladebahnhof Dannenberg in das Zwischenlager Gorleben nehmen können. Die beiden möglichen Transportstrecken waren am Montagnachmittag von der Polizei teilweise abgesperrt worden.

dapd

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