Tragisch und kurios zugleich

Kondom-Automat gesprengt: 29-Jähriger stirbt

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Diesen Kondom-Automaten sprengten die drei Männer. Ihr Beutezug endete tragisch - ein 29-Jähriger kam dabei ums Leben.

Schöppingen - Vermutlich waren sie hinter dem Bargeld im inneren des Automaten her. Am ersten Weihnachtsfeiertag sprengten drei Männer in Schöppingen in Nordrhein-Westfalen einen Kondom-Automaten. Ihr Beutezug endete tragisch.

Am frühen Morgen des 25. Dezember verständigte ein Anwohner die Polizei. Er hatte einen lauten knall gehört und Rauch bei einem in der Straße aufgestellten Kondom-Automaten aufsteigen gesehen. Als die Beamten eintrafen fanden sie den zerstörten Automaten. Der Inhalt war auf der Straße verteilt. Die Täter hatten ihre Beute zurückgelassen.

Zu vor hatte sich bei dem Verbrechen ein tragischer Unfall zugetragen: Noch bevor sie sich in Sicherheit bringen konnten zündete die selbst gebastelte Sprengladung im Automaten.Ein abgesprengtes Stahlteil traf einen 29-jährigen Täter am Kopf. Er verlor sofort das Bewusstsein.

Seine beiden Mittäter brachten ihren schwer verletzten Freund mit dem Auto ins Krankenhaus. Dort gaben die Männer als Grund für die Verletzung zunächst einen Treppensturz an. Doch die Verletzungen passten nicht zu ihrer Geschichte.

Bei der Vernehmung durch die Polizei räumte dann auch einer der Täter den wahren Grund für die Verletzung ein. Nach der Zündung ihres gebastelten Sprengsatzes stiegen die Männer in ein Auto. Der 29-Jährige hatte die Beifahrertür noch nicht geschlossen, als die Explosion auslöste und ihn ein abgesprengtes Stahlteil am Kopf traf.

Die beiden Mittäter müssen jetzt mit einem Strafverfahren wegen Herbeiführung einer Sprengstoff-Explosion rechnen. Haftbefehle wurden aber bisher nicht gestellt.

ln/Pressemeldung Kreispolizeibehörde Borken

Quelle: rosenheim24.de

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