Schornsteinfeger-Mord: Täter soll in Psychiatrie

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Bielefeld - Der Mörder eines Schornsteinfegers in Petershagen  in Nordrhein-Westfalen soll in die Psychiatrie. Der Mann habe das Opfer für einen “Sendboten der Verschwörung“ gehalten.

Das beantragten Anklage und Verteidigung am Mittwoch am Landgericht Bielefeld. Der 54 Jahre alte Angeklagte, der zeitweise als Bauingenieur im Wirtschaftsministerium in Hannover gearbeitet hatte, sei eine Gefahr für die Allgemeinheit, hieß es in den Plädoyers. Der Mann hatte zugegeben, den Schornsteinfeger am 7. Juli 2009 im Wahn erschlagen zu haben.

Er habe ihn für einen “Sendboten der Verschwörung“ gehalten und hinterrücks mit Axt und Beil getötet, als der Kaminkehrer an der Heizungsanlage arbeitete. Ein Psychiater hatte dem Angeklagten, der unter schweren Depressionen leidet, Schuldunfähigkeit attestiert. Eine Behandlung in einer psychiatrischen Klinik sei “zwingend erforderlich“. Das Urteil fällt an diesem Donnerstag.

In seinem mühsam vorgetragenen Schlusswort bedauerte der 54- Jährige die Tat. “Es tut mir unendlich leid, was ich getan habe“, sagte er zu der Familie des Opfers: der Ehefrau, den beiden Kindern und dem Bruder. Er könne sich selbst nicht begreifen. “Ich habe das Leben anderer und meins zerstört“, fügte er hinzu. “Das war's eigentlich.“ 

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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