Impfstoff-Produktion kann starten

Langen - Mit der Herstellung eines Impfstoffs gegen die Schweinegrippe kann aus Sicht des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) umgehend begonnen werden.

Die Produktion von Impfstoff für die saisonale Grippe sei abgeschlossen, sagte eine Institutssprecherin am Freitag. Alle Hersteller hätten inzwischen das sogenannte Saat-Virus mit dem abgeschwächten Erreger der neuen Schweinegrippe von der Weltgesundheitsorganisation ( WHO ) bekommen. Das Paul Ehrlich-Institut in Langen bei Frankfurt ist in Deutschland für die Freigabe von Impfstoffen zuständig. Für den deutschen Markt produzierten die Unternehmen Novartis in Marburg und GlaxoSmithKline in Dresden den Impfstoff.

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt ( SPD ) zeigte sich beruhigt darüber, dass die Impfstoffproduktion für die gewöhnliche Grippe rechtzeitig ende. Für die neue Grippe werde es jedoch schon deshalb vor Herbst keinen Impfstoff geben, da in Studien zunächst die Verträglichkeit neuer Mittel sichergestellt werden müsse.

Zum Schutz vor der Schweinegrippe seien zwei Impfungen nötig, weil es sich um einen ganz neuen Virustyp handele, sagte die PEI- Sprecherin. Für welche Personengruppen sie empfohlen werde, werde erst entschieden, wenn der Impfstoff fertig ist. Gegen die gewöhnliche, saisonale Grippe wird die Impfung unter anderem für ältere Menschen und für solche Personen empfohlen, die in Kontakt mit vielen Menschen kommen. Wahrscheinlich werde für viele Menschen die Impfung gegen beide Grippe-Arten empfohlen, meinte die PEI- Sprecherin.

Mit der Einstufung der Schweinegrippe als Pandemie und Ausrufung der höchsten Alarmstufe 6 durch die WHO habe sich in Deutschland nicht viel geändert. Die Kommissionen arbeiteten im Hintergrund. Dabei profitierten die Beteiligten von Vorarbeiten, die aus Furcht vor einer Pandemie wegen die Vogelgrippe geleistet wurden. Dafür seien bereits Pandemie-Pläne entwickelt worden.

Quelle: rosenheim24.de

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