Schweinegrippe-Impfung: Die Nebenwirkungen

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Banger Blick und Angst vor Nebenwirkungen: Viele treten mit gemischten Gefühlen die Impfung gegen die Schweinegrippe an.

Berlin - Die Nebenwirkungen des Impfstoffes gegen die Schweinegrippe, „Pandemrix“, verunsichern noch immer weite Teile der Bevölkerung. Wir haben Ihnen die häufigsten unerwünschten Begleiterscheinungen der zusammengestellt.

Das Paul-Ehrlich-Institut wertet den Ablauf der Impfaktion aus. Es kam zu dem Ergebnis, dass bisher rund 1,5 Millionen Menschen gegen die Neue Grippe geimpft wurden.

Nach Angaben des Instituts gab wurde von den Ärzten bisher 652 „unerwünschte Ereignisse“ gemeldet. Solche Nebenwirkungen werden vom Bundesgesundheitsministerium protokolliert. 53 Fälle wurden als schwerwiegend eingestuft, zwei Todesfälle sind zu beklagen.

Am häufigsten treten Schmerzen und Rötungen an der Einstichstelle und Allgemeinreaktionen wie Kopfschmerzen, Fieber, Müdigkeit und Muskelschmerzen auf.

Die schwersten Symptome:

Allergische (anaphylaktische) Reaktionen: 11 Fälle

In drei der elf Fälle ist es zu Kreislaufproblemen und Atemnot gekommen, drei Patienten erlitten einen anaphylaktischen Schock. Die Symptome traten innerhalb von 40 Minuten nach der Impfung auf.

Neurologische Reaktionen: 6 Fälle

Das Institut berichtet von einem epileptischen Anfall kurz nach der Impfung bei einem Epilepsie-Patienten.

Die anderen Patienten klagten über Symptome wie Schmerzen, Taubheitsgefühl und Kribbeln Arm. Verminderte Berührungsintensität am Impfarm, Doppelbilder, Kopfschmerzen, Schwindel, Wortfindungsstörungen, Desorientiertheit, Gesichtsfeldausfälle, Übelkeit, Schüttelfrost, Gliederschmerzen, Gefühlsstörung in den Füßen, Taubheit der Zunge, Schwellung des Halses.

Herz- und Gefäß-Reaktionen: 3 Fälle

Das Paul-Ehrlich-Institut berichtet von einem Fall einer Perimyokarditis (Entzündung von Herzbeutel und Herzmuskel), die vier Tage nach der Impfung mitgeteilt wurde. Nach der Impfung kam es bei einem Mann zu Angina pectoris, die drei Minuten andauerte.

Ein 42-Jähriger erlitt drei Tage nach der Impfung eine Muskelvenenthrombose des linken Unterschenkels.

(Auto)immunreaktionen: 3 Fälle

Eine Patientin im Alter von 44 Jahren erlitt zehn Minuten nach der Impfung einen Kreislaufkollaps. In den anderen Fällen wurden eine wieder aufbrechende Entzündung der Wirbelsäule und Entzündungen der Blutgefäße gemeldet.

Das Institut sieht keinen Grund zu steigender Skepsis gegen die Impfung. Dr. Susanne Stöcker, Sprecherin: „Aufgrund der derzeit vorliegenden Daten ergibt sich kein Hinweis auf eine geänderte Nutzen-Risiko-Abwägung für „Pandemrix“.“

Trotz allem, muss nicht jeder „Zwischenfall“ mit der Impfung in Zusammenhang stehen. Viele Symptome können auch zufällig zum Zeitpunkt der Impfung auf´getreten sein, ohne durch „Pandemrix“ verursacht worden zu sein.

Weblinks

Sonderseite des Bundesgesundheitsministerium zur Neuen Grippe

Homepage des Paul-Ehrlich-Instituts

Quelle: rosenheim24.de

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