Schweinegrippe: Schwere Verläufe auch ohne Vorerkrankung

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RKI-Präsident Jörg Hacker ruft erneut zur Schweinegrippe-Impfung auf.

Berlin - Die Schweinegrippe kann nach Ansicht des Robert-Koch-Instituts (RKI) auch bei Menschen ohne Vorerkrankungen einen schweren Verlauf nehmen.

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RKI-Präsident Jörg Hacker sagte am Montag im ZDF-Morgenmagazin, Deutschland sei bislang das Land mit wenigen Todesfällen und mit den wenigsten schweren Verläufen gewesen. “Aber wenn wir mehr Fälle haben in Deutschland, werden auch diese schweren Fälle zunehmen“, betonte er. Der Fall einer 48-jährigen Frau, die ohne Vorerkrankung an den Folgen der Schweinegrippe starb, sei nicht überraschend gewesen. Aus den USA und aus England wusste man nach Worten Hackers bereits, “dass auch Personen ohne Vorerkrankung, gerade jüngere Personen ohne Vorerkrankung, auch schwere Verläufe zeigen können und auch schon Todesfälle zu beklagen sind“.

Nach dem Start der bundesweiten Impfaktion vor einer Woche rief Hacker die Bundesbürger erneut auf, sich gegen das H1N1-Virus immunisieren zu lassen: “Wenn geimpft wird, hat das Virus nicht die Möglichkeit zu mutieren“, betonte er und fügte hinzu: “Wir gehen schon davon aus, dass Impfung die beste Prävention ist, man kann sich selbst schützen, man kann andere schützen und man gibt dem Virus nicht die Möglichkeit, sich zu verändern.“ Bislang könne nicht mit Gewissheit vorausgesagt werden, ob das Virus sich überhaupt verändere, möglicherweise aggressiver werde.

ap

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