Schweinegrippe als Todesursache nicht bestätigt

Göttingen - Bei den beiden mit der Schweinegrippe infizierten Verstorbenen in Göttingen hat sich der H1N1-Virus als Todesursache bislang nicht bestätigt.

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Es sei noch nicht geklärt, welche Rolle der Schweinegrippe-Erreger beim Tod der Patienten gespielt habe, sagte am Montagabend ein Sprecher der Universitätsklinik. Vor einer Woche war ein dreijährigesMädchen aus dem Kreis Göttingen im Uniklinikum gestorben. Ein 51-jähriger Mann starb dort am Montag. Er sei kurz vor Weihnachten mit einer “schwerwiegenden Grunderkrankung“ aufgenommen worden, sagte der Kliniksprecher.

Das kleine Mädchen, seine beiden Geschwister und die Mutter hatten nach einem Medienbericht bereits vor den Weihnachtstagen über Grippebeschwerden geklagt. Nach kurzzeitiger Besserung habe sich der Gesundheitszustand der Dreijährigen plötzlich wieder verschlechtert, berichtete das “Göttinger Tageblatt“ (Dienstagausgabe). Rettungssanitäter brachten das Mädchen ins Krankenhaus, wo nur noch der Tod festgestellt werden konnte. Nach Angaben der Klinik wird die Leiche des Kindes nun im Rahmen staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen untersucht.

Am Uniklinikum Göttingen gab es bislang keine weiteren Fälle von Schweinegrippe. Der Göttinger Infektiologe Helmut Eiffert sagte, der bisherige Verlauf der Schweinegrippe sei noch zurückhaltend. Eine Impfung sei besonders Schwangeren und Patienten mit Atemwegs- und Herzkreislauferkrankungen zu empfehlen. Insgesamt bestehe aber kein Grund zur Panik.

dapd

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