Schweinegrippe: Verschärfte Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen

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Erding/Flughafen - Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Schweinegrippe am Donnerstag zur Pandemie hochgestuft. Damit gelten ab Montag am Flughafen München wieder strengere Regeln.

Mit den verschärften Vorkehrungen reagieren die Behörden auf mittlerweile 28 000 Erkrankungen in 74 Ländern. An der Japanischen Schule in Düsseldorf wurden soeben 46 Kinder positiv getestet. Und in München musste eine Kindertagesstätte geschlossen werden.

Auch am Flughafen München wird reagiert. Ab Montag werden sämtliche Reisende vor den Gefahren der Schweinegrippe persönlich informiert. „Jeder, der im Erdinger Moos ankommt, erhält ein Merkblatt, das ihn sowohl über die Risiken, als auch über die Hygienemaßnahmen aufklärt“, berichtet Christina Centner, Sprecherin des Landratsamtes, auf Anfrage unserer Zeitung. Zusätzlich gebe es großformatige Plakate und so genannte Medical Info Points. An denen können sich Reisende persönlich informieren. Die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes sowie des Medizinischen Dienstes sind ständig in Alarmbereitschaft und vor Ort .

Um möglichst alle Reisende zu erreichen, sind die Merkblätter in drei Sprachen abgefasst: auf Deutsch, Englisch und Spanisch. Die Sicherheitsvorkehrungen galten zuletzt nur für Reisende aus den Hochrisikogebieten, vor allem aus den USA und Mexiko.

Die übrigen Anweisungen behalten laut Centner Gültigkeit. „Die Piloten sind nach wie vor angewiesen, mögliche Verdachtsfälle bis zwei Stunden vor Landung per Funk durchzugeben.“ Alle Reisende des betreffenden Fluges bekommen Aussteigekarten, die sie ausfüllen müssen. So haben die Behörden die Möglichkeit, alle möglichen Infizierten auch nach der Landung noch zu erreichen, sollte sich ein Verdacht bestätigen.

Die Sprecherin der Kreisverwaltung macht zudem deutlich, dass Maschinen, in denen ein mit der Schweinegrippe infizierter Fluggast sitzt, nach wie vor isoliert auf dem Vorfeld geparkt wird.

Auch der Landkreis ist für den Ausbruch der Schweinegrippe gerüstet. Nach Angaben von Gesundheitsamtsleiter Dr. Wolfgang Hierl greift der landesweite Influenza-Rahmenplan. Das Gesundheitsministerium hält für 30 Prozent der Bevölkerung Grippemittel – in der Regel handelt es sich um Tamiflu – bereit. „Kommt es zum Ausbruch, werden die Medikamente an die Apotheken ausgeliefert und über Rezept verteilt“, erläutert Centner das Procedere.

Weitere Auskünfte erteilt das Landratsamt Erding zu den Bürozeiten unter der Hotline (0 81 22) 58 14 00. Außerhalb der üblichen Zeiten gilt die Nummer 58 14 24. In besonderen Ausnahmefällen sind Ärzte über die Integrierte Leitstelle mit ihrem Notruf 112 zu erreichen. Ausführliche Informationen sind im Internet unter www.lra-ed.de abrufbar.

(Hans Moritz)

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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