Fahndung nach Serien-Vergewaltiger: Gentest ohne Erfolg

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Dresden - Trotz eines Massengentests ist die Suche der Dresdner Polizei nach einem Serien-Vergewaltiger bislang erfolglos geblieben. Der Unbekannte soll mindestens drei junge Frauen missbraucht haben.

Auch die aufwendige DNA-Reihenuntersuchung habe keine neuen Erkenntnisse zur Identität des Täters liefern können, erklärte Oberstaatsanwalt Christian Avenarius am Mittwoch. Nach Angaben der Ermittler wurden rund 2.500 Männer aus Dresden zum Speicheltest gebeten. Begonnen hatte die Überprüfung vor knapp einem Jahr, nachdem bis dahin geführte Ermittlungen ohne Erfolg geblieben waren.

Die Polizei sucht einen Mann, der zwischen 2003 und 2005 mindestens drei junge Frauen in Dresden überfallen und vergewaltigt und dies in vier weiteren Fällen versucht haben soll.

Die Ermittler hatten beim Start des Massengentests erklärt, der Täter sei seither nicht mehr in Erscheinung getreten, man halte ihn aber weiter für “sehr gefährlich“. Der Triebtäter ging mit zunehmender Gewalt gegen seine Opfer vor und bedrohte sie unter anderem mit einer abgebrochenen Flasche. Die jungen Frauen waren zur Tatzeit zwischen 15 und 22 Jahre alt.

Avenarius erklärte, die Ermittlungsansätze seien nunmehr ausgeschöpft. Er schloss zugleich eine Ausweitung des Massengentests auf noch mehr Männer aus. Den Angaben zufolge soll nun auch die zuständige Ermittlungsgruppe aufgelöst werden. Allerdings werden zwei Kripo-Beamte den Fall zunächst noch weiterbearbeiten. Die Beamten erwägen derzeit auch, sich an eine breite Öffentlichkeit zu wenden und den Fall in der ZDF-Fahndungssendung “Aktenzeichen XY...“ vorzustellen.

dpa

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