Baby zu Tode gequält: Siris Eltern bleiben  lebenslang in Haft

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Die Eltern, die ihr zweijähriges Baby zu Tode  gequält haben, müssen den Rest ihres Lebens im Gefängnis bleiben. Der Bundesgerichtshof hat die beiden Revisionen des Paares als unbegründet verworfen.

Karlsruhe - Die Eltern der zu Tode gequälten kleinen Siri aus Wetzlar in Hessen bleiben lebenslang hinter Gitter. Der Bundesgerichtshof verwarf nach Angaben vom Dienstag die beiden Revisionen des Paares als unbegründet.

Das Urteil gegen Siris 36 Jahre alte Mutter und ihren 12 Jahre jüngeren Lebensgefährten wegen Mordes und Misshandlung Schutzbefohlener ist somit rechtskräftig. Das Limburger Landgericht hatte beim Urteil im Juli 2009 auch die besondere Schwere der Schuld der beiden Angeklagten festgestellt. Damit können sie nicht nach 15 Jahren aus dem Gefängnis entlassen werden.

Die Eltern hatten ihre acht Monate alte Tochter in ihrer Wohnung in Wetzlar ein halbes Jahr lang immer wieder gequält und schwer misshandelt. Die schweren Verletzungen ihres Säuglings hatten die beiden in Videoaufnahmen festgehalten. Das wehr- und hilflose Baby starb am 2. Mai 2008, nachdem ihm der Schädel zertrümmert worden war.

Eine Obduktion des kleinen Leichnams hatte neben dem Schädelbruch noch eine Vielzahl von anderen älteren Verletzungen zutage gebracht, darunter blaue Flecken und mehrere Knochenbrüche an Armen, Beinen und am Schlüsselbein - typische Folgen von Misshandlungen.

Psychiatrische Gutachter hatten den Angeklagten volle Schuldfähigkeit attestiert.

dpa

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