Spendenaktion "Brot für die Welt" gestartet

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Die neu gewählte Präses Annette Kurschus (r) zusammen mit dem scheidenden Präses Alfred Buß.

Dortmund - Mit einem Appell, fruchtbare Böden zuallererst für die Ernährung der Menschen zu nutzen, hat die evangelische Kirche die Spendenaktion "Brot für die Welt" gestartet.

Solche Böden seien heute ein weltweit knappes Gut, sagte der Präses der westfälischen Kirche, Alfred Buß, am Sonntag beim Adventsgottesdienst in der Dortmunder Reinoldikirche. Weil wirtschaftlich boomende Länder Energiepflanzen auf den Feldern ärmerer Länder wachsen ließen, werde Land knapp. "Kleinbauern werden von ihren Feldern vertrieben", kritisierte Buß in seiner Predigt.

Die Aktion "Brot für die Welt" hatte vorgerechnet, dass sich von dem Mais für 100 Liter Ethanol, das für den Biosprit E 10 verwendet wird, ein Mensch ein Jahr lang ernähren könne. Deutschland und die Europäische Union müssten gesetzlich verankern, dass nur Biomasse importiert werden dürfe, bei der sichergestellt sei, dass die Menschen in den Ländern des Südens ihre Lebensgrundlagen nicht verlieren, forderte die Direktorin Cornelia Füllkrug-Weitzel.

Schwerpunktland der neuen Aktion ist Argentinien. In der Region Gran Chaco werde großflächig für den Anbau von Soja für Futtermittel gerodet. Die dort lebenden Wichi-Indianer seien in ihrer Lebensform bedroht.

"Brot für die Welt" wurde 1959 gegründet und unterstützt heute über tausend Projekte in den Ländern des Südens. Die Weihnachtskollekte in den Gemeinden ist traditionell für das Hilfswerk bestimmt.

dpa

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