Spielwarenmesse: Jedes vierte Produkt beanstandet

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Eine TÜV-Mitarbeiterin zerschneidet in einem Labor eine Puppe, um sie später auf Schadstoffe zu testen. Bei Stichproben auf der Spielwarenmesse in Nürnberg haben Kontrolleure jedes vierte Produkt beanstandet.

Nürnberg - Bei Stichproben auf der Spielwarenmesse in Nürnberg haben Kontrolleure jedes vierte Produkt beanstandet. Bei einem Plüschtier können Kinder sogar ersticken.

Von 1.770 überprüften Spielsachen seien 435 mit Mängeln aufgefallen, sagte die bayerische Familienministerin Christine Haderthauer (CSU) am Montag in Nürnberg. In den meisten Fällen habe es sich um fehlerhafte Kennzeichnungen gehandelt. So habe beispielsweise bei Produkten der Hinweis gefehlt, dass sie für Kinder unter drei Jahren nicht geeignet seien.

Den schlimmsten Mangel habe ein Plüschtier aus Fernost aufgewiesen. Die Nähte seien nicht ordentlich verarbeitet, so dass die aus Kügelchen bestehende Füllung herausfalle. In so einem Fall bestehe akute Erstickungsgefahr für Kinder. Das Produkt sei vom Hersteller freiwillig sofort vom Stand entfernt worden.

"GS"-Siegel garantiert Qualität

Verbraucher, die Wert auf sicheres und qualitativ hochwertiges Spielzeug legten, können sich in Deutschland am “GS“-Siegel für Geprüfte Sicherheit orientieren. “Als unabhängiges Prüfzeichen gibt es dem Verbraucher die Gewissheit, dass ein Produkt auf Herz und Nieren getestet ist“, betonte Haderthauer. Gerhard Schönheiter vom Gewerbeaufsichtsamt in Mittelfranken erklärte, einige der in Nürnberg bemängelten Produkte seien Prototypen, die noch nicht fertig entwickelt seien. Durch die Kontrollen während der Messe, für die insgesamt 46 Prüfer des Gewerbeaufsichtsamts unterwegs waren, könnten die Hersteller noch vor der Markteinführung die Weichen stellen, um Sicherheitsstandards zu erfüllen.

AP

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