Staatsanwaltschaft nimmt St. Blasien ins Visier

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St. Blasien ist ins Visier der Staatsanwaltschaft gerückt.

St. Blasien - Im Missbrauchsskandal um einen früheren Jesuiten-Pater nimmt die Staatsanwaltschaft das traditionsreiche Kolleg im baden-württembergischen Sankt Blasien ins Visier.

Im Missbrauchsskandal um einen früheren Jesuiten-Pater nimmt die Staatsanwaltschaft das traditionsreiche Kolleg im baden-württembergischen Sankt Blasien ins Visier. Nach Bekanntwerden der Missbrauchsfälle wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Ziel sei es, die Übergriffe eines Geistlichen auf Schüler aufzudecken, teilte die Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen am Dienstag mit.

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Ein Jesuit, der mehrere Fälle sexuellen Missbrauchs am Berliner Canisius-Kolleg gestanden hat, war von 1982 bis 1984 in Sankt Blasien tätig. Zwei dortige Opfer haben sich bereits gemeldet. Die Schulleitung rechnet mit weiteren Fällen.

Bistum Hildesheim räumt Fehler ein

Das Bistum Hildesheim hat Fehler im Umgang mit einem beschuldigten Pater eingeräumt. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe sei dem Pater zwar 1993 die Jugendarbeit verboten worden. Dieses Verbot sei aber nicht konsequent durchgehalten worden, teilte das Bistum am Dienstag mit.

1997 sei der Pater nach dem Vorwurf weiterer sexueller Übergriffe versetzt worden. “Aus heutiger Sicht haben wir die Vorwürfe zu wenig ernst genommen und die Tragweite der weiteren Entwicklungen eindeutig unterschätzt“, erklärte der damalige Bischof Josef Homeyer. “Ich bedaure dies zutiefst.“ Das Bistum prüfe derzeit, ob der Pater im Bistum Hildesheim weitere Menschen sexuell missbraucht hat.

dpa

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