Deutsche werden immer älter - und weniger

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Die Deutschen werden zwar immer älter, da die Geburten gleichzeitig immer weniger werden, geht auch die Bevölkerungszahl zurück.

Berlin/Wiesbaden - Jeder dritte Bürger wird im Jahr 2060 65 Jahre oder älter sein. Das ist das Ergebnis der neuen Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes. Gleichzeitig sinkt die Bevölkerungszahl.

Demnach steigt vor allem der Anteil der Hochbetagten über 80 Jahre deutlich an: 2060 werden es den Berechnungen zufolge 14 Prozent sein, gegenüber derzeit 7 Prozent. Insgesamt werden in Deutschland 65 bis 70 Millionen Menschen leben, heute sind es etwa 82 Millionen.

Die Zahl der in Deutschland lebenden Menschen geht den Angaben zufolge zurück, weil die Zahl der Geburten bis 2060 stetig sinken und die Zahl der Sterbefälle bis Anfang der 2050er Jahre ansteigen wird. Das jährliche Geburtendefizit - der Überschuss der Sterbefälle über die Geburten - werde bis 2060 auf mehr als das Dreifache zunehmen (2008: 162.000, 2060: zwischen 527.000 und 553. 000), erklärte die Behörde.

An dieser Entwicklung habe die aktuelle Altersstruktur der Bevölkerung einen erheblichen Anteil, hieß es beim Statistischen Bundesamt. Der Bevölkerungsrückgang könne weder durch Zuwanderung noch durch eine höhere Kinderzahl aufgehalten werden.

Während derzeit rund 50 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter zwischen 20 bis 64 Jahren sind, werden es den Angaben zufolge 2060 etwa 27 bis 34 Prozent weniger sein. Die Zahl der über 65-Jährigen werde nach 2020 sehr stark ansteigen, weil dann die geburtenstarken Jahrgänge in dieses Alter kämen.

Damit werde auch der Altenquotient - die Anzahl der Menschen im Rentenalter je 100 Personen im Erwerbsalter - erheblich zunehmen: Von heute 34 auf über 50 im Jahr 2030 sein und 63 bis 67 im Jahr 2060. Im Falle einer Rente ab 67 werde der Altenquotient 2030 bei 43 oder 44 liegen, 2060 bei 56 oder 59.

AP

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