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Züge stecken stundenlang fest - wieder Strecke gesperrt

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Eine der wichtigsten Strecken im deutschen Bahnverkehr, die Verbindung Berlin-Hannover, ist am Freitagmorgen komplett gesperrt worden.

Berlin - Knapp sechs Stunden lang sitzen Bahnreisende in der Nacht zu Heiligabend auf freier Strecke fest. Vereiste Oberleitungen haben ihre Züge zwischen Hannover und Berlin gestoppt. Jetzt ist die Strecke wieder gesperrt.

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Der Bahnverkehr zwischen Berlin und Hannover musste am Freitag erneut unterbrochen werden. Wegen heftigen Schneefalls könnten vorerst keine Züge mehr auf der Teilstrecke zwischen Wolfsburg und Hannover verkehren, informierte ein Zugbegleiter am Vormittag die Reisenden des ICE 942 per Lautsprecher-Durchsage.

Der Zug sollte von Berlin über Hannover nach Köln/Bonn-Flughafen fahren. Der Zugbegleiter kündigte jedoch einen Stopp in Wolfsburg an. Wie es von dort für die Fahrgäste weitergehe, konnte er zunächst nicht sagen.

Bahnchaos an Heiligabend - Strecke gesperrt

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In der Nacht zum Freitag sind fünf Schnellzüge stundenlang auf der Trasse Hannover-Berlin auf freier Strecke liegengeblieben. Sie konnten wegen vereister Oberleitungen gegen Mitternacht nicht mehr weiterfahren. Rund 700 Fahrgäste, so die ersten Schätzungen der Bahn, mussten fünf bis sechs Stunden in den Waggons ausharren. Die Rettungsdienste wurden nicht zur Hilfe gerufen, weil die Heizungen in den Wagen funktionierten. Die Bundespolizei berichtete, die fünf Züge hätten zwischen Oebisfelde östlich von Wolfsburg und Stendal in Sachsen-Anhalt stoppen müssen.

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Zwei ICE wurden mit Dieselloks nach Berlin beziehungsweise Stendal geschleppt, ein weiterer sollte nach Wolfsburg gezogen werden. Auch die beiden übrigen Züge wurden am Morgen fortgeschleppt.

Gegen 7.30 Uhr gab die Bahn den Verkehr Richtung Westen wieder frei. Auf der Strecke Richtung Osten musste zunächst die Oberleitung von einem langsam fahrenden Güterzug wieder aufgetaut werden. Wenn der Zug eine Ausweichstelle in Gardelegen im Altmarkkreis Salzwedel erreicht habe, könne die Strecke wieder freigegeben werden. Wann das der Fall ist, war zunächst nicht absehbar.

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Die Reisenden mussten sich am Morgen oft in Regionalzügen weiter durchschlagen. Die 30-jährige Britta Jessen hatte in der Nacht zu Freitag auf der gesperrten Strecke festgesessen. Eigentlich wollte sie von Berlin ins bayerische Passau. Ob sie das noch bis zur Bescherung schaffe, wisse sie nicht, sagte sie am Morgen am Bahnhof in Wolfsburg in Niedersachsen. “Es gab immerhin Kaffee, und es war sehr warm“, erzählte sie über ihre Stunden im Zug.

Auf dem Bahnhof in Wolfsburg hatten sich am Freitagmorgen einige hundert Leute angesammelt. Manche davon kamen aus den Zügen, die zwischen Oebisfelde und Stendal feststeckten. Mit Regionalzügen hatten sich einige bis Wolfsburg durchgeschlagen. Die Bahn- Information war bei ihrer Ankunft aber noch geschlossen. Deshalb wussten viele nicht, wie es für sie weitergehen könnte.

dpa

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