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Er liegt wohl im Millionenbereich

Randale in Stuttgart: So hoch ist der Schaden - und so viele Verletzte gab es

Der durch die Krawalle in Stuttgart entstandene Sachschaden ist enorm. Der Stuttgarter Polizeivizepräsident machte eine erste Schätzung - und sprach auch über mögliche Hintergründe für die Ausschreitungen.

  • In Stuttgart wurde bei Ausschreitungen am Wochenende die Innenstadt verwüstet.
  • Nun wurde eine erste Schätzung des Schadens bekannt - sie bewegt sich im Millionenbereich.
  • Außerdem wurden 19 Polizisten bei den Krawallen verletzt. 

Stuttgart-Krawalle: Heftige Kritik an Stammbaum-Recherche bei Tätern - jetzt begründet Polizei das Vorgehen

Update vom 12. Juli 2020: Nach der Randale in Stuttgart wurde öffentlich, dass die Polizei im Zuge der Ermittlungen der Täter wohl auf Stammbaumforschung zurückgreife. Es hagelt Kritik von allen Seiten.

Update vom 26. Juni: Nach den Krawallen am vergangenen Wochenende kündigte die Polizei Stuttgart nun stärkere Präsenz durch Beamte am Freitag und Samstag an.

Berlin - Nachdem es in der Nacht zum Sonntag zu massiven Ausschreitungen und Krawallen in der Stuttgarter Innenstadt kam, bezifferte der Stuttgarter Polizeivizepräsident Thomas Berger den Schaden durch die marodierenden Gruppen in Stuttgart auf einen sechs- bis siebenstelligen Betrag. Das sagte der Leiter des Polizeieinsatzes während der nächtlichen Randale in einem Interview mit dem Journalisten Gabor Steingart. Mehrere Hundert junge Männer hatten in der Nacht zum Sonntag in Kleingruppen 40 Läden beschädigt und zum Teil geplündert. Zwölf Streifenwagen wurden demoliert.

Randale in Stuttgart: 19 Verletzte unter Polizisten - einer brach sich das Handgelenk

19 Polizisten wurden infolge „total enthemmter Gewalt“ verletzt, einer der Verletzten brach sich das Handgelenk, wie Berger erläuterte. Auslöser war die Drogenkontrolle eines 17-Jährigen, mit dem sich gleich mehrere Hundert Menschen solidarisierten.

Bei den Ausschreitungen in Stuttgart wurden 19 Polizisten verletzt und zwölf Streifenwagen demoliert.

Zu den möglichen Hintergründen gab Berger mehrere Hinweise: Die Täter hätten sich in sozialen Medien in Pose setzen* wollen und skandiert: „Endlich ist in Stuttgart was los“. Zudem hätten die Corona-Einschränkungen dazu geführt, dass junge Menschen sich zunehmend im öffentlichen Raum träfen. Diese Gruppe reagiere auf normale polizeiliche Ansprache sehr aggressiv.

Randale in Stuttgart: Rassismusvorwürfe gegen US-Polizei sorgten auch hierzulande für Unmut

Schließlich hätten die Rassismusvorwürfe gegen die US-Polizei* auch zu Unmut hierzulande geführt. Zur Stimmung in der Polizei sagte Berger: „Es gibt großes Unverständnis in der Belegschaft, warum es Teile der Gesellschaft gibt, die uns das antun.“ Besonders schockierend ist unter anderem ein Vorfall während der Geschehnisse in Stuttgart, bei dem ein Randalierer einem Polizisten auf den Rücken springt. Dieser stürzt infolgedessen und eine Menschenmenge johlt. Ein Video dokumentierte den Vorfall.

Die Ausschreitungen in Stuttgart sind mittlerweile längst zum Politikum geworden. So sinnierte die taz-Kolumnistin Hengameh Yaghoobifarah in der Berliner Zeitung infolge der schockierenden Ereignisse über die Abschaffung der Polizei. Innenminister Horst Seehofer (CSU) kündigte daraufhin an, die Journalistin anzuzeigen. Dafür erntete er wiederum Kritik* - unter anderem vom Bundesgeschäftsführer der Grünen, Michael Kellner, via Twitter. Er schrieb in dem sozialen Netzwerk, dass es sich bei Seehofers geplantem Schritt um einen „Angriff auf die Pressefreiheit“ handele.

dpa, cia

*Merkur.de und tz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa / Julian Rettig

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