Täter nach Bluttat von Zug überfahren

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Frankfurt/Main - Nach der Bluttat im Zentrum der Zeugen Jehovas in Frankfurt am Main ist der Tatverdächtige auf der Flucht im Main-Tanus-Kreis von einem Zug überfahren worden.

Einen Tag nach der Messerattacke auf ein Gemeindemitglied wurde der 22-Jährige am Sonntag in der Nähe des Bahnhofs Eddersheim von einem ICE überrollt und tödlich verletzt, wie die Polizei am Montag mitteilte. Am Unfallort wurden die Personalpapiere des jungen Mannes gefunden.

Die Polizei machte keine Angaben darüber, ob es sich um einen Unfall oder einen Selbstmord handelte. Der 22-Jährige hatte am Samstag im Zentrum der Zeugen Jehovas im Stadtteil Heddernheim beim Mittagessen ein 45 Jahre altes Gemeindemitglied erstochen. Am Kuchenbüfett war zwischen den beiden Männern aus bislang ungeklärter Ursache ein Streit entbrannt, in dessen Verlauf der Jüngere ein Messer von der Kuchentheke nahm und damit auf den anderen einstach. Das Opfer starb noch am Tatort.

Der Tatverdächtige flüchtete. Nach dem Zugunglück steht ein DNA-Abgleich des Toten noch aus, doch die Ermittler gehen davon aus, dass es sich um den gesuchten Mann handelt. Die Ermittlungen zu den Hintergründen dauern an. Ein Polizeisprecher sagte, dass der Täter noch kein Mitglied der Zeugen Jehovas war, aber offenbar aufgenommen werden wollte.

dapd

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