Teurer Diesel wegen Kälte - Motoren in Gefahr

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Für Diesel-Kraftstoff müssen Autofahrer derzeit tief in die Tasche greifen.

Hamburg - Diesel ist teuer wie schon lange nicht mehr. Schuld ist die klirrende Kälte in Europa und den USA, die den Ölpreis in die Höhe treibt. Doch auch Motoren sind in Gefahr.

Die Kältewelle hat den Preis für Diesel auf den höchsten Stand seit 14 Monaten getrieben. Ein Liter Dieselkraftstoff kostete am Donnerstag im Bundesschnitt 1,18 Euro. 

Ursache des Preisanstiegs ist die laufende Kältewelle in Europa und den USA, sowie der anziehende Ölpreis. Wenn Frost den Heizölpreis treibt, wird auch Diesel teurer.

Die Millionen Diesel-Fahrer in Deutschland sollten allerdings nicht nur wegen des Preises das Thermometer im Blick behalten. Denn anders als Benziner können Dieselmotoren bei grimmiger Kälte einfrieren. Dann bildet das im Diesel enthaltene Paraffin Kristalle, die den Kraftstofffilter verstopfen.

Probleme kann bekommen, wer bei Frost ein Auto starten will, das zuletzt im Sommer mit Diesel betankt wurde, etwa ein Wohnmobil.

Die früher übliche Mischung von Benzin und Diesel im Winter sollten Dieselfahren unterlassen, die modernen Motoren vertragen das nicht. Wenn ein Diesel eingefroren ist, hilft nur Warten auf höhere Temperaturen oder Abschleppen in eine beheizte Garage.

Preisanstiege auch bei anderen Kraftstoffen

Superbenzin ist zur Zeit mit 1,36 Euro pro Liter auch vergleichsweise teuer, lag aber etwa im Juni 2009 mit fast 1,39 schon höher. 

Schon seit vier Wochen klettert der Ölpreis beharrlich. Am Donnerstag entspannte er sich leicht auf 82,62 Dollar. Mit einem Preis in der Region um 83 Dollar ist Öl etwa doppelt so teuer wie vor einem Jahr und ist seit Dezember um 20 Prozent gestiegen. Das Niveau liegt aber noch deutlich unter dem Rekordhoch vom Juli 2008 mit mehr als 147 Dollar.

ap

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