Tief "Petra" fordert drei Tote in Bayern

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Düsseldorf - Tief "Petra" ist so gut wie weg und hinterlässt Schnee, Frost und Glätte in Deutschland. Der Deutsche Wetterdienst hat die meisten Unwetterwarnungen aufgehoben. Drei Menschen starben bei Unfällen in Bayern.

In Niederbayern sind drei Menschen auf schneeglatter Fahrbahn ums Leben gekommen, teilte die Polizei mit. Zwei Männer wollten bei Straubing einem Freund beim Abschleppen helfen und wurden von einem anderen Auto überfahren und getötet.

Ein 60-Jähriger Mann starb bei Passau, weil sein Auto von der glatten Straße abkam und gegen einen Baum prallte. Wie die Polizei in Bayreuth mitteilte, habe es in der Nacht zum Freitag zwar geschneit. Auch der Wind wehte stark. Das erwartete Schneechaos auf den Straßen blieb jedoch aus. Vereinzelt sei es zu Behinderungen durch Schneeverwehungen gekommen.

In Nordrhein-Westfalen herrscht weiter Chaos auf den Autobahnen. In der Nacht durften dort keine Lastwagen über 7,5 Tonnen mehr fahren. Inzwischen wurde das Fahrverbot aber größtenteils aufgehoben. Der Wetterdienst hatte insbesondere für den Norden und den Westen Unwetterwarnungen vor starkem Schneefall und Verwehungen herausgegeben. Am Freitag sei im Nordwesten noch mit Schneeschauern zu rechnen, südostwärts soll es weiter ausdauernd schneien. Für Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt konnte die Warnung allerdings am frühem Morgen aufgehoben werden.

Ebenfalls der Luftverkehr war zeitweise beeinträchtigt, der Flughafen Frankfurt war für ein reibungsloses Räumen der Start- und -Landebahnen für eine Stunde geschlossen. In Frankfurt wurden für Freitag bisher 62 Flüge abgesagt.

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Wegen des starken Schneefalls fällt am Freitag an vielen Schulen im Norden Bayerns der Unterricht aus. Wie das Kultusministerium mitteilt, gilt das in Oberfranken für die Städte und Kreise Bayreuth, Hof und Forchheim, sowie für Kronach, Kulmbach und Wunsiedel. In Unterfranken fällt der Unterricht an den Schulen im Landkreis Main-Spessart, in Milltenberg und Aschaffenburg/Land aus. In der Oberpfalz betrifft es die Schulen in Weiden, Tirschenreuth und Neustadt an der Waldnaab; in Niederbayern Schulen im Landkreis Straubing-Bogen sowie in der Stadt Straubing.

Das Winterwetter beschert den Autofahrern in Schleswig-Holstein am Freitag weiter glatte Straßen. Wenigstens einige Kinder können sich freuen: Denn auch im Kreis Nordfriesland gibt es schulfrei. Schon am Donnerstag konnten die Busse dort nicht fahren und blieben teilweise in ihren Depots stehen. Die Schneeverwehungen hatten besonders auf der Autobahn 7 bei Hamburg in Richtung Süden zu einigen Unfällen geführt. Dort gab es auch in der Nacht noch mehrere einzelne Sperrungen, teilte das Lagezentrum in Schleswig-Holstein mit. Es bildeten sich Staus.

Schnee und Eis haben am Donnerstagabend den Verkehr auf mehreren Autobahnen in Nordrhein-Westfalen lahmgelegt. In Frankfurt wurden bereits hunderte Flüge gestrichen.  “Es gibt Autobahnen, wo nichts mehr geht“, hieß es bei der Landesleitstelle. Die Autobahn 43 wurde wegen Eisglätte zwischen Sprockhövel und Wuppertal von der Polizei gesperrt. Auch auf der Autobahn 1 beim Leverkusener Kreuz stand der Verkehr still. Zwischen Köln und Dortmund wurden in beiden Richtungen Staus und stockender Verkehr gemeldet. Die Feuerwehr sei im Einsatz und versorge die gestrandeten Autofahrer, sagte ein Polizeibeamter.

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dpa/dapd

Quelle: rosenheim24.de

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