2 Tote: Wasserflugzeug im Hamburger Hafen verunglückt

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Das Wasserflugzeug wird aus dem Hafenbecken gehievt.

Hamburg - Tödliches Ende eines Rundflugs: Bei einem Unglück mit einem Wasserflugzeug im Hamburger Hafen ist am Samstag ein Ehepaar ums Leben gekommen. Der Pilot konnte sich selbst retten.

Die Ursache des Unglücks war noch unklar. Der Pilot wollte offenbar landen, dabei überschlug sich das Flugzeug. Ob es sich um eine reguläre Landung oder eine Notlandung handelte, stand noch nicht fest. Bei den Todesopfern handelte es sich um ein 52 und 57 Jahre altes Ehepaar aus der Nähe von Bremen. Sie waren zu Besuch in Hamburg und hatten den Rundflug gebucht.

Maschine trieb kopfüber im Hafen

Der 42-jährige Pilot der Cessna 206 überstand das Unglück unversehrt, erlitt nach Polizeiangaben aber einen Schock. Er war zunächst nicht vernehmungsfähig, wie eine Polizeisprecherin sagte. Die Maschine trieb kopfüber im Hafenbecken , als die Feuerwehr kurz nach 13.15 Uhr eintraf.

Ein Sprecher sagte, der Pilot habe sich zu diesem Zeitpunkt bereits gerettet und die Einsatzkräfte darüber informiert, dass noch zwei Menschen in der Kabine unter Wasser eingeschlossen waren. Diese seien von Tauchern herausgeholt und reanimiert worden. Beide starben wenig später im Krankenhaus . Polizei und Feuerwehr waren mit einem Großaufgebot im Einsatz.

Das Wasserflugzeug wird geborgen

Wasserflugzeug im Hamburger Hafen verunglückt

Das Fahrwerk des Wasserflugzeugs war laut Polizei beim Eintreffen der Rettungskräfte ausgefahren. Ob dies zu der unkontrollierten Landung führte, war zunächst unklar. An der Unglücksstelle ist es nach Angaben der Polizei üblich, dass Wasserflugzeuge zur Landung ansetzen. Das Wrack wurde gehoben und auf einen Ponton verladen. Anschließend sollte es ans Ufer auf das Gelände der Hamburg Port Authority (HPA) geschleppt werden, wo es in der kommenden Woche untersucht wird.

Nicht das erste Unglück dieser Art

Im Juli 2006 waren beim Absturz eines Wasserflugzeugs im Hamburger Hafengelände fünf Menschen ums Leben gekommen, darunter ein zwölfjähriger Junge, der den Rundflug als Geburstagsgeschenk bekommen hatte. Die Maschine stürzte damals im Bereich eines Rangierbahnhofs auf Gleise und ging in Flammen auf. Ursache war ein technischer Defekt.

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