Totenschädel des Piraten Störtebeker gestohlen

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Der Schädel des Piraten Klaus Störtebeker ist gestohlen worden.

Hamburg - Der dem legendären Piraten Klaus Störtebeker zugeschriebene Schädel aus dem Museum für Hamburgische Geschichte ist gestohlen worden.

Der dem legendären Piraten Klaus Störtebeker zugeschriebene Schädel aus dem Museum für Hamburgische Geschichte ist gestohlen worden. “Wir sind alle sehr bestürzt über den Diebstahl. Der geheimnisvolle Schädel aus dem 15. Jahrhundert ist eine Reliquie der Hamburger Geschichte“, sagte Museumsdirektorin Lisa Kosok am Dienstag in Hamburg.

Das Museum habe eine Belohnung von mehreren tausend Euro für die Wiederbeschaffung des Schädels ausgesetzt. Hinweise auf die Täter gebe es bislang nicht. Festgestellt wurde der Diebstahl der Direktorin zufolge bereits am 9. Januar.

 Bei der Beute handele es sich um einen Originalschädel aus dem 14. Jahrhundert, der dem bekannten deutschen Seeräuber Störtebeker zugeschrieben wird. Er lebte etwa zwischen 1360 und 1400. Der Totenkopf wurde auf dem Grasbrook am Hamburger Hafen gefunden, wo früher Enthauptungen von Piraten stattfanden.

Der Schädel wurde im Museum zusammen mit einer Nachbildung des Kopfs Störtebekers hinter Glas ausgestellt. Einbruchsspuren seien nicht festgestellt worden, hieß es.

Eines der ältesten Objekte mit unschätzbarem Wert

Der Legende nach wurde Störtebeker am 20. Oktober 1400 mit rund 30 Gefährten auf dem Grasbrook enthauptet. Die Köpfe der Hingerichteten wurden zur Abschreckung an der Einfahrt zum damaligen Hafen auf Pfähle genagelt. “Trotz der Ungewissheit über die tatsächliche Identität des Schädels gehört er zu den ältesten Objekten im Museum für Hamburgische Geschichte und stellt einen unschätzbaren Wert dar“, erklärte der Archäologe und Mittelalter-Experte Ralf Wiechmann.

In Europa gebe es nur noch sehr wenige Exponate dieser Art. Die 2004 gefertigte Gesichts-Rekonstruktion des Schädels ist weiterhin in dem Museum zu sehen.

apn

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