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Familie wollte nach 15 Jahren in Heimat zurückkehren

Tragödie bei Flug nach Frankfurt: Kinder müssen acht Stunden neben toter Mutter ausharren

Ein Familienfoto aus glücklichen Tagen: Helen Rhodes, ihr Mann Simon und die beiden Kinder Nathan und Emma
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Ein Familienfoto aus glücklichen Tagen: Helen Rhodes, ihr Mann Simon und die beiden Kinder Nathan und Emma.

Nach fünfzehn Jahren in Hong Kong wollte Familie Rhodes wieder in ihr Heimatland Großbritannien zurückkehren. Doch dort kam Mutter Helen nicht lebend an. Beim Rückflug über Frankfurt starb sie im Schlaf an Bord der Maschine.

Groß war die Vorfreude mit der sich Helen Rhodes (46) und ihre Familie auf den Weg in ein neues Abenteuer machten: Nach 15 Jahren in Hongkong wollten sie wieder nach Großbritannien zurückkehren. Doch die Reise endete in einer unvorstellbaren Familientragödie.

„Helen war ein Edelstein“

Wie Jayne Jeje, eine Freundin der Verstorbenen, auf einer frisch ins Leben gerufenen GoFundMe-Seite berichtet, war Helene Rhodes während des Fluges Flug CX289 am Freitag (5. August) plötzlich nicht mehr ansprechbar. Alle Versuche sie zu reanimieren scheiterten. „Das alles geschah vor den Augen ihrer Kinder.“ Doch damit nicht genug: Bei dem Flug nach Frankfurt wurde kein Zwischenstopp eingelegt. Für acht Stunden lag die Verstorbene in einem „atemlosen Schlaf“ in ihrem Sitz direkt neben ihrem Mann und ihren Kindern.

„Helen war einmalig, ein Edelstein. Sie war eine Hebamme und immer bereit, Menschen zu helfen oder einen guten Rat zu geben. Sie hat es geliebt zu reden und fand schnell neue Freunde“, schreibt ihre Freundin Jayne J. auf der Spenden-Plattform GoFoundMe. Sie war in ihrer Nachbarschaft in der chinesischen Stadt bekannt, die Leute sprachen sie auf offener Straße an. Sie gründete eine Hilfegruppe für Mütter, die auf 200 Frauen anwuchs und hatte ein eigenes kleine Unternehmen, mit dem sie handgemachte Fliegen verkaufte.

„Sie war der Kleber, der ihre Familie zusammenhielt“

Denn nach der Landung der Maschine in Frankfurt verblieb die Leiche von Helen Rhodes in der deutschen Stadt, ihr Mann Simon und die beiden gemeinsamen Kinder flogen weiter nach Großbritannien. Doch statt eines gemeinsamen Lebens wartet nun die Beerdigung der Mutter auf die Familie. Ein tragisches Ende eines so hoffnungsvollen Aufbruchs in einen neuen Lebensabschnitt.

Doch selbst in diesen wahrscheinlich schlimmsten Stunden ihres Lebens sahen die Hinterbliebenen eine Sache positiv. „Obwohl es für die Familie extrem traumatisierend war, hatten alle Zeit, [Helen] zu sagen, was sie zu sagen hatten“, berichtet die Freundin der Familie bei GoFundMe. Nichtsdestotrotz seien sie alle natürlich am Boden zerstört gewesen. „Dieser Verlust ist unvorstellbar. Helen war eine hingebungsvolle Ehefrau und Mutter. Sie war der Kleber, der ihre Familie zusammenhielt.“

Im weiteren Text erklärt die Familienfreundin, warum sie die Spendenseite ins Leben gerufen hatte. Damit sollen der „Transport von Helens Leichnam von Deutschland nach Großbritannien“ sowie die Beerdigung finanziert werden, Helens Ehemann unterstützt werden und ein „Vermächtnis zu Ehren von Helen“ geschaffen werden. Inzwischen sind (Stand 11. August, 10.15 Uhr) bereits über 32.000 Pfund (rund 37.900 Euro) zusammengekommen. 921 Menschen haben sich an der Spendenaktion bislang beteiligt.

mh

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