Trotz russischer Kälte ist weiße Weihnacht in Gefahr

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Eine winterliche Landschaft wird Spaziergängern am Spitzingsee in Oberbayern geboten - russische Kälte macht sich in ganz Deutschland breit.

Offenbach - Russische Kälte hat Deutschland fest im Griff - aber ob es an Weihnachten schneit, ist zehn Tage vor dem Fest noch unklar. Auch in Europa herrschen winterliche Temperaturen.

Wird es in Deutschland endlich wieder weiße Weihnachten geben? “Es ist noch nichts entschieden“, sagte Meteorologe Helmut Malewski vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. In den Computermodellen gebe es extreme Abweichungen - die Prognosen für die Weihnachtstemperaturen schwankten von plus 10 bis minus 3 Grad. Aber bis zum kommenden Sonntag wird es auf jeden Fall kalt bleiben. “Danach ist alles offen“, sagte Malewski.

Hoch “Dorothea“ hält sich derzeit zäh über dem nördlichen Mitteleuropa, an seiner Südseite strömt kalte Luft aus Russland nach Deutschland. Frost hat in der Nacht zum Montag ganz Deutschland erfasst. Lediglich unmittelbar an den Küsten blieben die Temperaturen noch leicht über dem Gefrierpunkt. Bereits in der Nacht zum Montag war es laut Wetterdienst in den Gebieten ohne Schnee zwischen minus einem und minus vier Grad kalt. In Gebieten mit einer Schneedecke waren es sogar minus drei bis minus acht Grad.  

Tipps für die kalten Tage:

Tipps für kalte Tage

Ganz Europa bibbert

Im übrigen Europa sieht es derzeit den Angaben zufolge auch nicht viel besser aus. Werte unter minus zehn Grad gab es in Russland, Weißrussland, den Baltischen Staaten und Skandinavien. Einstellige Minuswerte wurden in Mittel- und Westeuropa verzeichnet. Selbst im Landesinneren von Spanien, Italien und auch Griechenland wurden vielfach Tiefsttemperaturen um den Gefrierpunkt gemessen, bisweilen sogar leichter Frost bis minus drei Grad. Lediglich an den Küsten war es mit Temperaturen um plus fünf Grad, in Italien auch bis plus zehn Grad deutlich milder. Selbst im sonst so warmen Nordafrika reichte es in Tunesien und Marokko nur zu Temperaturen zwischen zehn und zwölf Grad.

Meist heiter und trocken 

In der Nacht zum Dienstag soll es im Süden sowie im Norden und Osten wolkig sein und zeitweise noch leichter Schnee fallen. Sonst ist es nach der Vorhersage nur gering bewölkt oder klar. Die Temperaturen gehen unter dichten Wolken auf null bis minus vier Grad zurück, an der Küste auf Werte um plus zwei Grad. Von der Mitte bis in den Süden sind minus fünf bis minus neun Grad möglich, über Schnee örtlich bis minus 12 Grad. Am Donnerstag und Freitag schneit es immer wieder, “mengenmäßig wird das aber nicht viel“, sagte Malewski. Allerdings bleibt der Schnee auf dem gefrorenen Boden überall liegen. Tagsüber ist es winterlich bei Temperaturen unter Null, nur an den Küsten gibt es keinen Frost. Nachts kann es bitterkalt werden, über Schneeflächen rutschen die Temperaturen sogar auf zweistellige Minus-Werte.

In den nächsten Tagen soll es nach der Vorhersage noch deutlich kälter werden, mit Tiefstwerten in der Nacht zum Donnerstag selbst in Großstädten zwischen minus vier Grad wie in Hamburg oder Bremen und minus neun Grad in Stuttgart oder München.

dpa

Zurück zur Übersicht: Deutschland

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser