Vergewaltiger gesteht vor Gericht erneute Tat

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Kassel - Ein Gericht ordnete für einen Serienvergewaltiger keine Sicherungsverwahrung an, nur zwei Monate nach der Entlassung aus der Therapie schlug der Mann wieder zu. Seine Tat hat er jetzt gestanden.

Vor dem Landgericht Kassel hat der Angeklagte (43) am Donnerstag zugegeben, sich im Februar an der 18 Jahre alten Tochter seiner Freundin vergangen zu haben. Der Mann habe die Erklärung über seinen Verteidiger abgegeben, sagte Gerichtssprecher Jürgen Kitzinger. Der 43-Jährige soll die junge Frau unter dem Vorwand, er habe Probleme mit dem Computer, in seine Wohnung gelockt haben. Dort bedrohte er sie mit einem Messer, fesselte sie mit Klebeband und vergewaltigte sie mehrfach.

Der Angeklagte hatte im Gefängnis gesessen und war bis Dezember 2009 in der Kasseler Sozialtherapie. Im vorherigen Prozess hatte die Staatsanwaltschaft in Darmstadt für den Mann eine nachträgliche Sicherungsverwahrung beantragt. Das Gericht folgte dem jedoch nicht, so dass der 43-Jährige nach Verbüßung seiner Strafe Ende vergangenen Jahres freigelassen wurde. Nur wenige Wochen später fiel er in Kassel über die junge Frau her. Es war bereits die sechste Tat des Mannes. Insgesamt habe der Angeklagte 19 Jahre hinter Gittern verbracht.

Der Prozess soll am Montag fortgesetzt werden, das Urteil wird für kommenden Donnerstag erwartet.

dpa

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