Zug nach Anschlag auf Gleis evakuiert

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Essen - Wegen eines Anschlags auf die Gleise ist ein voll besetzter Zug am Mittwochabend in Essen evakuiert worden.

Wie die zuständige Bundespolizei am Donnerstag mitteilte, hatte der Zug der Eurobahn einen Feuerlöscher sowie einen Hohlblockstein und ein Metallblech überfahren, die Unbekannte auf das Gleis der Bahnstrecke zwischen Oberhausen und Gelsenkirchen gelegt hatten. Dabei wurde ein Druckluftschlauch der Bremsleitung des Zuges derart beschädigt, dass die Eurobahn zwangsweise zum Halten kam.

Einsatzkräfte von Bundespolizei und Feuerwehr evakuierten 450 Reisende aus dem nicht mehr fahrbereiten Zug und geleiteten sie zum nahe gelegenen Bahnhof in Essen-Bergeborbeck. Infolge des Vorfalls kam es auch zu Störungen im Zugverkehr der Regional- und S-Bahn. Die Bundespolizei sicherte Spuren und leitete ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein. Die Schadenshöhe konnte auch am Donnerstag noch nicht beziffert werden.

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Die Bundespolizei wies eindringlich darauf hin, dass das Errichten von Hindernissen auf Gleisen mit erheblichen Gefahren für Reisende, aber auch für den Täter selbst verbunden ist. Vorfälle dieser Art würden immer strafrechtlich verfolgt. Nach dem Strafgesetzbuch drohe den Tätern eine Haftstrafe bis zu zehn Jahren.

DAPD

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