Westerwelle: Kritik schadet Deutschland

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Berlin - Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat der Opposition vorgeworfen, mit ihrer Kritik an ihm dem internationalen Ansehen Deutschlands zu schaden.

Im Interview mit der " Bild am Sonntag " sprach Westerwelle von Verleumdungen, während er auch im Interesse deutscher Arbeitsplätze im Ausland gewesen sei. Es sei ein Tiefpunkt der politischen Kultur, wenn die Opposition für ihre parteipolitischen Anliegen sogar Familienmitglieder des politischen Gegners attackiere. Sein Lebenspartner, der Geschäftsmann Michael Mronz, habe bei der gemeinsamen Südamerikareise soziale Einrichtungen besucht und private Spendengelder an Kinderprojekte übergeben.

Der FDP-Chef wertete die Oppositionskritik als Teil des Landtagswahlkampfs in Nordrhein-Westfalen, wo am 9. Mai gewählt wird. “Das ist eine durchsichtige Kampagne der Kräfte, die in Nordrhein- Westfalen eine Linksregierung wollen“, sagte er nach seiner Rückkher. “Dass dabei nicht einmal vor der Diffamierung von Familienangehörigen zurückgeschreckt wird, ist infam.“

Der “Welt am Sonntag“ sagte Westerwelle, es gebe im Auswärtigen Amt ein eingespieltes Verfahren zur Auswahl von Delegationsgästen. “Allerdings lege ich besonderen Wert auch auf die Teilnahme kleinerer und mittlerer Firmen und nicht nur der Großindustrie.“

Westerwelle wird unter anderem vorgehalten, sein Lebenspartner Michael Mronz könnte solche Reisen zur Anbahnung eigener Geschäfte nutzen. Der Event- und PR-Manager Mronz, der auf die Vermarktung von großen Sportereignissen spezialisiert ist, hatte den Vizekanzler nach Südamerika begleitet. In Brasilien finden 2014 die Fußball-WM und zwei Jahre später die Olympischen Spiele statt. Zur Delegation einer China-Reise im Januar gehörte auch der Chef eines Unternehmens, an dem Westerwelles Bruder Anteile hält.

Bei der nächsten großen Auslandsreise des Außenministers wird Mronz nicht dabei sein. Der Sportveranstaltungs-Manager kündigte an, er wolle auf die Mitreise nach Südafrika im April verzichten. Er habe “andere Termine“. Mronz wies den Vorwurf zurück, in Südamerika berufliche Interessen verfolgt zu haben. Seine Firma sei “nicht auf solche globalen Events wie die WM oder die Olympischen Spiele“ ausgerichtet. Er fügte hinzu: “Ich definiere meinen Beruf nicht über das Amt von Herrn Westerwelle.“

dpa

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Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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