"Winter light": Zu warm für weiße Weihnachten?

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Wetterexperte Dominik Jung wagt einen ersten Blick aufs Fest. Die Statistik und aktuelle Klimatrends helfen bei einer vorsichtigen Einschätzung über das Weihnachtswetter.

Ungeachtet der kräftigen Abkühlung aus Osteuropa deuten die langfristigen Klimatrends für die Wintermonate Dezember, Januar und Februar weiterhin auf eine „überdurchschnittlich milde“ Saison hin.

„In dieses Bild passt auch, dass der 'Winter light' in den kommenden Tagen nur von kurze Dauer ist", so Jung. Von einem kräftigen Wintereinbruch oder gar einer nachhaltigen Einwinterung ist nichts zu sehen. In Richtung zweites Adventswochenende klettern die Temperaturen überall wieder zum Teil deutlich über die 5-Grad-Marke“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Klimatrends: Wahrscheinlich ein milder Winter

Laut Klimatrend des amerikanischen Wetterdienstes NOAA soll der Dezember unterm Strich 0,5 bis 1 Grad wärmer als im langjährigen Durchschnitt ausfallen. Januar und Februar sollen ebenfalls leicht überdurchschnittlich zu warm werden. Auch der Deutsche Wetterdienst sieht in seinem Jahreszeitentrend die größte Wahrscheinlichkeit bei einem „zu milden“ Winter, allerdings liegt die Wahrscheinlichkeit für einen durchschnittlichen Winter nur knapp dahinter. Unter Strich kommt man damit hier zu einem ähnlichen Ergebnis wie der US-Wetterdienst: ein leicht zu milder Winter ist derzeit am wahrscheinlichsten.

Blick auf die Festtage

Wenn der Dezember bis zu 1 Grad zu mild ausfallen soll, dann bezieht sich das einzig und allein auf die monatliche Durchschnittstemperatur. Daraus kann man natürlich keinerlei Entwicklungen an einzelnen Tagen des Monats ablesen. Eine echte Wettervorhersage für den 24., 25. oder 26. Dezember 2014 ist heute somit noch nicht möglich.

Hier könne man nur die Statistik bemühen und die ist sehr eindeutig: Weiße Weihnachten ist in den tiefen Lagen Deutschlands eine Seltenheit. Die Chancen liegen im Schnitt bei 15 bis 20 Prozent. In 10 Jahren kommt Schnee zum Fest nur einmal bis zweimal in den Niederungen vor.

Oberhalb 500 Meter liegt die Wahrscheinlichkeit bei 35 bis 40 Prozent. Über 1000 Meter steigt die Wahrscheinlichkeit sogar auf 50 bis 55 Prozent.

Wir müssen uns also noch ein paar Tage gedulden, bis die ersten richtigen Wettervorhersagen für das Fest erstellt werden können...

Pressemitteilung Diplom-Meteorologe Dominik Jung/ Wetterportal wetter.net

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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