Verkehrs-Chaos wegen Neuschnees

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Noch immer schneit es in weiten Teilen Deutschlands heftig, sodass es vor allem im Süden zu erheblichen behinderungen im Verkehr kommt.

Berlin - Schnee und Eis behindern weiterhin das öffentliche Leben in Deutschland. Im Straßen-, Bahn und Luftverkehr gab es erhebliche Behinderungen.

Auf dem größten Airport des Landes in Frankfurt am Main fielen am Freitagvormittag 55 Flüge aus, in Berlin strich EasyJet am Vormittag alle Flüge vom Flughafen Schönefeld aus. Grund war dort ein Mangel an Enteisungsmitteln. Im Laufe des Vormittags sollte aber wieder Normalität einkehren, wie ein Flughafensprecher sagte. Außerdem kam es infolge schneeglatter Straßen erneut zu zahlreichen Unfällen. Dabei kamen mehrere Menschen ums Leben.

Drei Menschen sterben bei Unfällen

Zwischen Heidenheim und Königsbronn in Baden-Württemberg starben am Donnerstagabend zwei junge Leute, als ihr Auto ins Schleudern kam, sich überschlug, in die Brenz stürzte und auf dem Dach im Wasser liegen blieb. Von einem Augenzeugen verständigte Feuerwehrleute konnten die Insassen bergen. Der Notarzt konnte jedoch nur noch den Tod des 23-jährigen Fahrers und seiner 20-jährigen Mitfahrerin feststellen.

In Bayern kam am Donnerstagabend eine junge Frau ums Leben. Die 17-Jährige saß in einem Pkw, dessen Fahrer zwischen Mühlhausen und Berching in der Oberpfalz ins Schleudern kam und mit einem Lkw zusammenstieß. Die junge Frau erlag noch am Unfallort ihren Verletzungen. Allein in der Oberpfalz wurden zwischen Donnerstagnachmittag und Freitagmorgen rund 100 Unfälle registriert. In Niederbayern, wo es rund 30 Zentimeter Neuschnee gab, passierten rund 50 Unfälle. Bei Morolding stürzte am Morgen ein mit Flüssigaluminium beladener Gefahrguttransporter um. Eine geringe Menge des Stoffes trat aus.

So bleibt Ihr Auto im Winter fit

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In Rheinland-Pfalz kam es in der Nacht zum Freitag vor allem auf der A 3 zu erheblichen Behinderungen. Zwischen Diez und Montabaur in Fahrtrichtung Köln sowie zwischen der Anschlussstelle Ransbach-Baumbach und der Raststätte Heiligenroth in Richtung Frankfurt staute sich der Verkehr zeitweise auf bis zu 14 Kilometer. Im Hunsrück und in der Pfalz türmte sich der Schnee auf einigen Landstraßen bis zu zwei Meter hoch. Im Raum Heidelberg gab es unterdessen Entwarnung: Nachdem der Neckar am Donnerstag über die Ufer getreten war, musste die Bundesstraße 37 in Heidelbereich im Bereich der alten Brücke gesperrt werden. Am Freitagmorgen war die Straße wieder durchgängig befahrbar.

Meteorologen warnen vor Blitzeis

In einigen Schulen in Niedersachsen, Bayern und Hessen fiel am Freitag der Unterricht aus. Laut Deutschem Wetterdienst sollte am Freitag nur noch wenig Schnee fallen. An den Alpen seien aber innerhalb von zwölf Stunden immer noch zehn Zentimeter Neuschnee möglich. In höheren Lagen kann es Sturmböen von 60 bis 80 Kilometer pro Stunde geben. Die Meteorologen warnten Autofahrer vor Blitzeis.

dpa

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