Wissenschaftsschau Klimahaus öffnet in Bremerhaven

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Künstlicher Sternenhimmel im Klimahaus Bremerhaven. Am Donnerstag eröffnet die Wissenschaftsschau.

Bremerhaven - Den Modergeruch eines Regenwaldes erschnuppern oder Temperatur-Schwankungen von plus 35 Grad spüren: Die Wissenschaftsschau in Bremerhaven macht es möglich.

Mit dem Klimahaus Bremerhaven wird am Donnerstag (25.06.2009) eine in Größe und Machart bislang einzigartige interaktive Wissenschaftsschau offiziell eröffnet. Als Ehrengast hält der irische Sänger und Polit-Aktivist Bob Geldof die Festrede. Das breite Publikum kann sich erst von Samstag an auf die Reise durch die Klimazonen begeben. Die Ausstellung auf knapp 12 000 Quadratmetern zeigt die teils verheerenden Auswirkungen der Erderwärmung entlang des 8. Längengrades (Ost) und will zum Umdenken bewegen. Die Betreiber rechnen mit 600 000 Besuchern im Jahr.

Sie werden auf 15 Ebenen unter anderem zu einer Alm in der Schweiz geführt, nach Sardinien, in die Halbwüste Sahelzone, nach Kamerun, Samoa, in die Antarktis, nach Alaska und ins Wattenmeer. Die Reise hat nach Angaben des Klimahauses tatsächlich stattgefunden. Ein Team hat die Tour entlang des 8. Längengrades gemacht, sich mit den Menschen unterhalten und insgesamt sechs Stunden Dokumentarfilm gedreht, der nun statt sperriger Schautafeln die Reise auf allen Stationen erläutert.

Für die Außenfassade des Hauses wurden unter anderem 1200 Tonnen Stahl verbaut, mehr als 4700 Glasscheiben wurden eingesetzt. Die Betreiber rechnen damit, dass sich die Besucher etwa vier bis fünf Stunden in der Ausstellung aufhalten. Die Kosten für das “Klimahaus“ waren stark über den ursprünglich eingeplanten Etat gestiegen. Anstatt der ursprünglich geplanten 70 Millionen Euro soll es nun rund 20 Millionen Euro mehr kosten. Als Gründe werden die verschobene Eröffnung und die hohen Stahlpreise genannt.

Das “Klimahaus Bremerhaven 8° Ost“ gehört zum Projekt “Havenwelten“. Auch ein Zoo, ein Kongresshotel, das Auswandererhaus und eine mediterane Einkaufsmeile sollen noch mehr Besucher an die Küste locken.

dpa

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