Wohnhäuser durchsucht

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Rosenheim/Berlin -  Unter Federführung des Hauptzollamts Rosenheim haben am Donnerstag, 25. Juni 1100 Einsatzkräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit bundesweit 20 Wohn- und Geschäftsräume durchsucht.

Außerdem wurde das Personal von 280 Toilettenanlagen auf Autobahnrasstätten kontrolliert. Die Durchsuchungsmaßnahmen erfolgten im Rahmen eines von der Staatsanwaltschaft Mainz geführten Ermittlungsverfahrens gegen die Verantwortlichen mehrerer Reinigungsunternehmen im Raum Mainz und Offenbach am Main.

Die Unternehmer werden verdächtigt, in großem Umfang bulgarische Staatsangehörige als Toilettenkräfte auf deutschen Autobahntank- und Rastanlagen einzusetzen, ohne diese ordnungsgemäß zur Sozialversicherung anzumelden. Die „scheinselbständigen Toilettenbetreuer“ wurden nach derzeitigem Stand der Ermittlungen in ihrem Heimatland über Zeitungsanzeigen angeworben und nach der Einreise ihren Einsatzorten zugewiesen.

Sie mussten 16 Stunden am Tag arbeiten – und das sieben Tage in der Woche. Nach drei Monaten wurden sie dann auf einer anderen Rastanlage eingesetzt. Mit diesem Wechsel sollte die Scheinselbständigkeit der Reinigungskräfte verschleiert werden. Im Rahmen der vom Hauptzollamt Rosenheim gesteuerten Durchsuchungsaktion, an der Beamte verschiedener Dienststellen aus dem gesamten Bundesgebiet beteiligt waren, wurden Beschuldigte und Zeugen unmittelbar vor Ort vernommen sowie umfangreiches Beweismaterial sichergestellt. Die Höhe des Schadens für die Sozialkassen kann erst nach Auswertung des Beweismaterials, die sich über mehrere Monate hinziehen dürfte, genau beziffert werden.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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