Zahl der Grippetoten sprunghaft gestiegen

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Die Zahl der Schweinegrippe-Toten in Deutschland ist sprunghaft angestiegen.

Berlin - Die Zahl der Schweinegrippe-Toten in Deutschland ist sprunghaft angestiegen. Das teilte das Robert-Koch-Institut am Mittwoch in Berlin mit.

Danach erhöhte sie sich innerhalb einer Woche von 94 auf 119 Fälle mit Stand vom Dienstagnachmittag. Die Zahl der gemeldeten Fälle übersprang zugleich die Marke von 200.000 und liegt jetzt bei 203.713. Allerdings nimmt die Influenza in ihrer Aktivität eher ab. Die 119 Fälle bedeuten nicht, dass sich alle neuen Todesfälle in der 50. Kalenderwoche ereigneten, für die der Bericht gilt. Einige werden auch erst Wochen später bekannt, wenn Proben in Labors ausgewertet sind. Die meisten Toten gab es bislang in Nordrhein-Westfalen (38), Bayern (18), Niedersachsen (14) und Hessen (zehn).

Anders als die saisonale Influenza betrifft die Schweinegrippe mit einem schweren Verlauf vor allem jüngere Menschen: 83 Prozent der gemeldeten gestorbenen Patienten waren jünger als 60 Jahre. 89 Prozent hatten Risikofaktoren wie eine chronische Krankheit und damit eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen schweren Krankheitsverlauf. Bei sechs Todesfällen lagen keine Informationen zu von Risikofaktoren vor. Insgesamt nimmt die Schweinegrippe aber in Deutschland an Intensität ab. In den Regionen Niedersachsen/Bremen, Schleswig-Holstein/Hamburg, Rheinland-Pfalz/Saarland sowie in Thüringen wurden in Arztpraxen zwar mehr Menschen mit akuten Atemwegserkrankungen behandelt. In allen anderen Regionen ging aber die Zahl zurück.

apd

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