Zehntausende Atomkraftgegner demonstrieren in Berlin

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Die Demonstranten bei ihrem Zug durch das Regierungsviertel von Berlin.

Berlin - Mehrere zehntausend Atomkraftgegner haben am Samstag im Regierungsviertel in Berlin gegen Kernenergie demonstriert. Unter dem Motto “Mal richtig abschalten“ forderten sie die “Stilllegung aller Atomanlagen weltweit“.

Dem Demonstrationszug voraus fuhren Bauern aus dem niedersächsischen Wendland mit ihren Traktoren. Dort gibt es mehrere Atomanlagen wie das Zwischenlager in Gorleben. Der Salzstock Gorleben ist als mögliches Atomendlager im Gespräch.

Rund 300 Traktoren waren schon am Vormittag am Brandenburger Tor und auf der Straße des 17. Juni aufgefahren. Die Demonstranten waren aus ganz Deutschland mit Zügen und Bussen nach Berlin gekommen. Hunderte gelbe Fahnen mit dem Slogan aus den 80er Jahren “Atomkraft? Nein Danke“ wehten über der Menschenmenge. Ein großes Transparent am Spreeufer verkündete: “Es geht wieder los!“. Unter die Demonstranten hatten sich auch führende Grünen-Politiker wie die Bundesvorsitzende Claudia Roth und die Spitzenkandidaten Renate Künast und Jürgen Trittin eingereiht.

Das Präsident des Umweltbundesamt (UBA), Jochen Flasbarth, unterstützte das Anliegen der Demonstranten. Die Atomenergie sei keine nachhaltige Energieform, sagte er am Samstag im Deutschlandradio Kultur . Das Festhalten am Ausstieg sei essenziell für eine zukunftsfähige Energieversorgung.

dpa

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