Zehntausende erinnern an Luxemburg und Liebknecht

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Die Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Berliner Zentralfriedhof Friedrichsfelde war von Nelken und Kränzen bedeckt.

Berlin - Zehntausende Menschen haben am Sonntag der Kommunistenführer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht gedacht, die am 15. Januar 1919 in Berlin von Freikorps-Soldaten erschossen worden waren.

An der Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde legten sie auf Einladung der Linken rote Nelken und Kränze nieder. An der Spitze des Gedenkens standen Parteichef Lothar Bisky, Fraktionschef Gregor Gysi, Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch und Abgeordnete.

Gysi sagte in einer Ansprache, Luxemburg und Liebknecht hätten sich bei ihrem Wirken nicht von Karriere- und Kommerzgedanken leiten lassen - anders als es viele Menschen heute tun würden. Sie hätten eine "friedliche und gerechte Welt" gewollt.

An der Veranstaltung nahmen in der DDR Zehntausende Menschen sowie die Staats- und Parteispitze teil. Auch nach der Wende versammelten sich jedes Jahr am zweiten Sonntag im Januar Zehntausende Menschen auf dem Zentralfriedhof. 2009 waren noch etwa 80 000 Menschen gekommen, in diesem Jahr waren es nach Angaben der Linken nur noch etwa halb so viele. Am Sonntagvormittag zogen außerdem nach Polizeiangaben rund 3000 Menschen in einer Demonstration vom Frankfurter Tor zur Gedenkstätte.

dpa

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